Flüchtlinge - Wieder ausländerfeindliche Übergriffe in Finnland

Lahti (APA) - In Finnland hat es in der Nacht auf Freitag erneut Übergriffe auf Flüchtlinge gegeben. In Lahti attackierten Zuwanderungsgegne...

Lahti (APA) - In Finnland hat es in der Nacht auf Freitag erneut Übergriffe auf Flüchtlinge gegeben. In Lahti attackierten Zuwanderungsgegner einen Bus mit Flüchtlingen aus dem Irak mit Krachern und Feuerwerkskörpern. Eine Stunde davor hatten die Demonstranten dort Rote-Kreuz-Mitarbeiter mit Steinen beworfen, die sich auf die Ankunft des aus Nordfinnland kommenden Transports vorbereiteten.

Laut Polizei handelte es sich um eine Gruppe von 30 bis 40 Personen. Einer der Steinwerfer erhielt eine Geldstrafe. Sowohl Ministerpräsident Juha Sipilä von der Zentrumspartei als auch der Chef der Konservativen, Finanzminister Alexander Stubb, sowie Innenminister Petteri Orpo von den rechtspopulistischen „Wahren Finnen“ verurteilten die Ereignisse auf Twitter. Schon in den vergangenen Tagen hatten sich an mehreren Orten in Finnland ausländerfeindliche Zwischenfälle ereignet.

Am Grenzübergang Tornio in Nordfinnland hatten Zuwanderungsgegner eine Menschenkette gegen ankommende Flüchtlinge gebildet. In Kemi waren Flüchtlinge von Rechtsextremen bedroht und körperlich attackiert worden. Vor dem Aufnahmezentrum Hennala in Lahti demonstrierte bereits am Donnerstag die möglicherweise selbe Gruppe junger Männer in einschlägigen Kostümen - Schwarze Hemden, Tarnhosen, Ku-Klux-Klan-Montur - gegen die Aufnahme von Flüchtlingen.