RSC Inzing bangt um sein georgisches Legionärstrio
Mit drei Georgiern wollte der RSC Inzing morgen (19.30 Uhr) in die Ringer-Bundesliga starten. Haken: Die Behörden könnten das Vorhaben untersagen.
Von Benjamin Kiechl
Inzing – Schon das Murren von Thomas Krug verrät, dass etwas im Argen liegt. Mit drei Legionären aus Georgien wollte der RSC-Inzing-Trainer seinen Kader in der 1. Ringer-Bundesliga auffetten, aber das Vorhaben droht zu scheitern. Die Georgier sind noch nicht da, der Saisonstart morgen (19.30 Uhr, Mehrzwecksaal VS Inzing) gegen KSV Söding steht aber unmittelbar bevor.
Es spieße sich an den bürokratischen Auflagen für die Einreise der Gastkämpfer: „Die Auflagen sind ein Wahnsinn, da schüttelst du nur noch den Kopf“, sagt Trainer Krug und nennt ein Beispiel: Ein Visum bekämen die Georgier erst, wenn Hin- und Rückflug durch die Inzinger gebucht sind. „Aber wir können keinen Flug buchen, wenn wir gar nicht wissen, ob sie das Visum bekommen“, moniert Krug. Das Hickhack mit den Behörden koste viel Substanz, er hoffe auf eine rasche Entscheidung. Sollte die Verstärkung aus dem Kaukasus nicht eintreffen, „müssen wir es gegen die Steirer eben mit den eigenen Kämpfern richten“, meint Krug.
Auf Daniel Gastl (bis 98 kg) und Michael Wagner (bis 80 kg) können die Inzinger aber bauen. Die beiden WM-Starter kehrten rechtzeitig vor dem heimischen Bundesliga-Auftakt aus Las Vegas zurück. „Ich habe nach der WM noch ein paar Tage Urlaub drangehängt, um mir Las Vegas anzuschauen. Eine verrückte Stadt“, erzählte Wagner, der auf den Saisonstart brennt. „Ich bin voll motiviert!“
Zum 20. Vereinsjubiläum möchte der RSC Inzing unter die Top-Drei in der Bundesliga. „Eine Medaille ist unser erklärtes Ziel“, unterstreicht Obmann Klaus Draxl zum wiederholten Male. Die Unterstützung der Fans ist den Ringern sicher: Rund 250 bis 300 Saison-Abos seien verkauft worden, eine stattliche Zahl für eine rund 3600 Einwohner zählende Gemeinde. Draxl: „Söding muss sich warm anziehen!“ Mit oder ohne Legionäre.