Flüchtlinge - Oö. Flüchtlingsquartiere zu fast 80 Prozent ausgelastet

Linz (APA) - Die vom Roten Kreuz Oberösterreich betreuten Quartiere für Flüchtlinge sind mit 2.187 Personen in der Nacht auf Freitag zu fast...

Linz (APA) - Die vom Roten Kreuz Oberösterreich betreuten Quartiere für Flüchtlinge sind mit 2.187 Personen in der Nacht auf Freitag zu fast 80 Prozent ausgelastet gewesen. Die Hilfsorganisation rüste sich derzeit für das Wochenende, teilte Pressesprecher Stefan Neubauer auf APA-Anfrage mit. Die Betten- und die Mitarbeiter-Kapazitäten werden demnach weiter aufrechterhalten.

Die Flüchtlinge waren in Linz und Wels untergebracht, aber auch in Gemeinden nahe der Grenze zu Bayern, unter anderem in einer Stockhalle Mühlheim am Inn, in der Bezirksstelle des Roten Kreuzes in Schärding, in Esternberg, Braunau und in einer Stockhalle in Julbach. In letzterer wurde die Kapazität von 250 auf 345 Plätze kurzfristig erhöht, weil viele Familien mit Kindern kamen.

„Kein Problem“, stellte Neubauer fest: Man habe - auch für den Fall von Großschadensereignissen - an vielen Orten zusätzliche Betten stationiert, die schnell aufgestellt werden können. Dazu komme noch, dass zwar auch Kinder in den Zahlen der Betreuten enthalten sind, diese aber oft im Bett der Mutter schlafen.

Auch einen Personal-Engpass habe das Rote Kreuz vorerst nicht, versicherte Neubauer. In der Nacht auf Freitag waren 203 Helfer im Einsatz. Das Interesse aus der Bevölkerung an freiwilliger Mitarbeit sei weiterhin groß. An Wochentagen bieten sich tagsüber vor allem Pensionisten und Studenten an, für die Nacht Berufstätige, die sich für den anschließenden Tag ganz frei nehmen oder kurz schlafen und dann später zur Arbeit gehen. Am Wochenende stünden dann noch mehr zur Verfügung. Auch innerhalb der Organisation des Roten Kreuzes gebe es genug Personal. In Linz, wo am meisten benötigt wird, seien nicht nur lokale Mitarbeiter im Einsatz, sie würden auch von Helfern der Bezirks-Organisationen Urfahr-Umgebung, Perg, Freistadt und Vöcklabruck unterstützt.