Leitbörsen in Fernost schließen ohne klaren Trend
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost sind am Freitag ohne klare Richtung aus der Handelswoche gegangen. Der Nikkei-225 Index in Tokio gew...
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost sind am Freitag ohne klare Richtung aus der Handelswoche gegangen. Der Nikkei-225 Index in Tokio gewann um 308,68 Zähler oder 1,76 Prozent auf 17.880,51 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 90,34 Zähler (plus 0,43 Prozent) auf 21.186,32 Einheiten.
Der Shanghai Composite hingegen verlor 50,34 Punkte oder 1,60 Prozent auf 3.092,35 Punkte. Auch Australien zeigte sich tiefer. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 25,6 Zähler oder 0,50 Prozent auf 5.076,70 Einheiten. In Indien blieben die Börsen auf Grund des Feiertages „Bakri Id“ geschlossen. Zuletzt stand der Sensex 30 in Mumbai bei 25.863,50 Zählern.
Mittelabflüsse in Rekordhöhe haben an Chinas Börsen am Freitag erneut für schlechte Laune gesorgt. Im August sind den von der Nachrichtenagentur Bloomberg gesammelten Daten zufolge fast 142 Milliarden US-Dollar aus dem Reich der Mitte geströmt, was den bisherigen Rekordwert aus dem Juli nochmals toppte. Dies ließ die Sorgen um die Auswirkungen der Wirtschaftsabschwächung in China wieder aufkeimen.
Daneben hat Japans Regierung in ihrem Monatsbericht die Konjunktur pessimistischer bewertet und warnt vor Rückschlägen durch die wirtschaftliche Abkühlung in China und anderen Schwellenländern. Unterdessen zeigten Regierungsdaten einen Rückgang der Verbraucherpreise. Es ist das erste Minus, seit die japanische Notenbank vor mehr als zwei Jahren ihr massives Programm zur Konjunkturbelebung einsetzte.
Unter den chinesischen Einzelwerten sorgten die Turbulenzen um den VW-Manipulationsskandal für positive Ausreißer: Von den Abgastest-Diskussionen profitierten Aktien von Unternehmen, die mit Elektrofahrzeugen in Verbindung gebracht werden. So schlossen Shenzhen Auto Electric Power von 10,01 Prozent nach oben. Zheijiang Wanma, die beispielsweise Stromkabel herstellen, kletterten um 4,90 Prozent.
In Japan profitierten einige exportorientierte Titel vom schwächeren Yen. Die Aktien von Kansai Electric Power stiegen 9,62 Prozent, nachdem Nomura Holdings ihre Bewertung für den Konzern anhob. Auch Japan Tobacco legte 3,86 Prozent zu. Laut Insidern führt das Unternehmen Gespräche mit Reynolds America über den Kauf von Anlagen des Zigaretten-Sektors.
Auf der Verlustseite standen die Papiere von Sharp mit einem Minus von 5,81 Prozent. Der Elektronikhersteller gab eine Gewinnwarnung für sein erstes Geschäftshalbjahr bekannt. Derweil wurde aus informierten Kreisen bekannt, dass der taiwanesische Apple-Zulieferer Foxconn wohl nach dem LCD-Geschäft des japanischen Konkurrenten greift.