Genuss

Käse schmolz in aller Munde

Bei den Schmankerln frisch von der Alm lief Käsefans das Wasser im Mund zusammen.
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Galtür hat die internationale Almkäseolympiade am Samstag zum 21. Mal zelebriert. Die Jury bewertete 285 eingereichte Produkte von 130 Almen.

Von Helmut Wenzel

Galtür –Die Feuerwehrmänner hatten etwas Müh­e, allen Besuchern einen Parkplatz anzubieten. Der Andrang zur 21. Almkäseolympiade gestern Samstag war riesengroß, das Fest der Regionalität genießt bei Sennern und bei mehr als 3000 Besucher­n ungebrochen hohe Popularität.

Das Organisationsteam von der Galtürer Landjugend und Jungbauer­n freut’s. „Immer mehr Konsumenten wissen das hochwertige Alm­produkt zu schätzen“, schildert­e Obmann Michael Wiltsche. „Immer wieder fragen Leute bei den Verkaufsständen nach, woher der Käse kommt und wie er gemacht wird. Da können wir klare und überprüfbare Antworten geben.“ Die Galtürer Almkäseolmypiade hab­e sich zum „Kult-Event“ entwickelt und genieße ein hervorragendes Image im Alpenbogen.

Der alljährliche Wettbewerb mit den Wertungen einer Fachjury habe viel zur Qualitätssteigerung des früheren „Nebenprodukts Almkäse“ beigetragen. „Die Senner, die bei uns mitmachen, haben unglaublichen Ehrgeiz entwickelt“, schildert Wiltsche. Öfters habe er gesehen, dass die Almkäse­macher den Lohn für ihre Produkte – die Sennerharfe in Gold, Silber oder Bronze – gut sichtbar in den Alm­betrieben zu Schau stellen. „Mit den Vorbereitungen zur Olympiade startet unser 14-köpfiger Ausschuss immer schon im Dezember“, verriet der Landjugend-Chef.

Jury-Vorsitzende Frieda Eliskases-Lechner von der Bundesanstalt für Alpenländische Milchwirtschaft Rotholz (BAM) hatte das Juroren-Team von 30 auf 36 Köpfe aufgestockt. Aus gutem Grund: Waren voriges Jahr noch 277 Produkte von 123 Almen zu bewerten, kletterte die Zahl heuer auf 285 Produkte von 130 Almen – in Österreich (Schwerpunkt Tirol), Deutschland, Südtirol und Liechtenstein.

Von Sennern war zu hören, dass der jüngste „Supersommer“ nicht überall automatisch gut für die Almwirtschaft gewesen sein soll. Wegen der Trockenheit sei es manchmal schwierig gewesen, konstant gute Produktqualität zu liefern. Dennoch konnte die Jury am Samstag das hohe Qualitätsniveau der vergangenen Jahre bestätigen.

Das Land Tirol war diesmal mit LR Bernhard Tilg sowie mit Landtagsvizepräsident und Hausherr Toni Mattle präsent. „Für mich ist es eine Freude, dieses Fest zu erleben“, verriet Tilg, „Ich kenne kaum vergleichbare Fest­e im Alpenraum. Als Gesundheitslandesrat kann ich es nur begrüßen, wenn gesunde Produkte wie dieser hervorragende Almkäse konsumiert werden.“ Die Veranstaltung bedeute zudem eine Stärkung der Genussregion Paznauner Almkäse.

Der Galtürer Diakon Karl Gatt segnete im Beisein der Jury die Käselaibe.
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Die Landjugend von Galtür mit Obmann Michael Wiltsche und Obfrau Maria Mattle durfte sich über ein gelungenes Fest der Regionalität freuen.
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