Europas Leitbörsen bauen zu Mittag Gewinn aus
Frankfurt am Main (APA) - Europas Leitbörsen haben am Freitag nach der Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen einen Erholungskurs von den ...
Frankfurt am Main (APA) - Europas Leitbörsen haben am Freitag nach der Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen einen Erholungskurs von den Vortagesverlusten gestartet. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 12.15 Uhr mit plus 3,16 Prozent bei 3.114,81 Einheiten. Der DAX in Frankfurt stieg 2,84 Prozent oder 267,83 Zähler auf 9.695,47 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit plus 2,50 Prozent oder 149,04 auf 6.110,53 Punkte.
In den vergangen Tagen waren die Märkte deutlich absackt: bedingt einerseits durch den VW-Skandal um manipulierte Abgase-Test und andererseits durch Unsicherheit um den Zeitpunkt der US-Zinswende.
Schon vormittags legte die Märkte dann wieder zu, nachdem die Fed-Chefin am Donnerstagabend in einer Rede an der Universität von Massachusetts in Amherst bekräftigte, eine Zinserhöhung später im Jahr für angemessen zu halten. Voraussetzung sei, dass sich der US-Arbeitsmarkt weiter verbessere und sich die Inflation weiter auf eine Rate von zwei Prozent zubewege.
Daneben ist im Euroraum der Geldmengenumlauf im August deutlich schwächer gewachsen. Das jährliche Wachstum der breiten Geldmenge M3 fiel von 5,3 Prozent im Juli auf 4,8 Prozent zurück. Die enger gefasste Geldmenge M1, die als Konjunkturindikator gilt, wuchs ebenfalls schwächer. Die Jahresrate fiel von 12,2 auf 11,4 Prozent.
Unter den Einzelwerten bleiben Titel aus der Autobranche im grünen Bereich. BMW und Daimler notierten über jeweils über 4%. Einer der Gewinner im CAC 40 war diesem europäischen Trend entsprechend der Autobauer Renault mit einem Plus von 4,23 Prozent.
Unter dem starken Euro hatten unter anderem die Aktien des exportlastigen Luxusgüterkonzerns LVMH gelitten, zu dem die Champagnerkellerei Moët & Chandon oder der Accessoire-Designer Louis Vuitton gehören. Die Papiere konnten einen Teil ihrer Verluste wettmachen und stiegen 1,67 Prozent und 4,76 Prozent. Sie dürften von den überraschen guten Daten zum französischen Verbrauchervertrauen profitiert haben.
Außerdem legte Sanofi 3,76 Prozent zu. Der Pharmakonzern will laut Insidern seine Sektoren für Nierenleiden und Bio-Chirugie verkaufen, schreibt das Nachrichtenportal „Bloomberg“.
In London legten die Aktien von Lloyds um 1,79 Prozent zu. Die britische Regierung hat sich von weiteren Aktien der Großbank getrennt. Der staatliche Anteil sei auf knapp 12 Prozent gesunken. Auch Synergy Health stiegen 42,59 Prozent, nachdem ein US-Richter die Blockierung der Übernahme durch Steris durch US-Behörden abgelehnt und damit den Weg für eine 1,9 Milliarden schwere Fusion freigemacht.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA277 2015-09-25/12:51