Hofer rekrutiert neue Mitarbeiter - „Wir suchen die Leistungsträger“
Wien/Sattledt (APA) - Der Lebensmittelhändler Hofer ist auf der Suche nach neuen Mitarbeitern und startet dazu ab Oktober eine Kampagne quer...
Wien/Sattledt (APA) - Der Lebensmittelhändler Hofer ist auf der Suche nach neuen Mitarbeitern und startet dazu ab Oktober eine Kampagne quer durch alle Kanäle (Print, Online, TV). „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir auf Erfolgskurs sind und dafür gibt es Bedarf an Nachschub (beim Personal, Anm.)“, sagte Hofer-Chef Günther Helm am Freitag bei einem Pressegespräch in Wien.
Neben Filialmitarbeitern und Lehrlingen sucht der Händler auch ganz explizit nach Uni-Absolventen für die jährlich rund 40 bis 50 zu vergebenen Posten als Regionalverkaufsleiter oder -leiterin. „Wir suchen die Leistungsträger“, machte Helm klar. Hofer bezahle unabhängig von der Position 40 bis 45 Prozent über Kollektivvertrag, dafür verlange man aber auch einiges.
Einem Regionalverkaufsleiter, der im Schnitt Verantwortung für vier bis sechs Filialen hat, winken ein brutto Jahreseinstiegsgehalt von 65.800 Euro (4.700 Euro brutto im Monat) sowie ein Dienstauto. Die Aufstiegschancen seien hoch und gingen bis zu einem Jahresverdienst von über 100.000 Euro brutto.
Auch den Lehrlingen und Kassierinnen zahlt Hofer nach eigenen Angaben 40 Prozent mehr als im Kollektivvertrag vorgesehen. Etwa 80 Prozent der über 10.000 Hofer-Mitarbeiter in Österreich arbeiten Teilzeit. Die Arbeit gilt als hart, ergab sogar eine von Hofer in Auftrag gegebene Imas-Umfrage unter rund 1.000 Personen. Auf die Frage, was einem spontan zur Firma Hofer als Arbeitgeber einfällt, nannten 29 Prozent „Gute Bezahlung, guter Verdienst“, 12 Prozent „Stress, stressige Arbeit“ und 11 Prozent „Hohe Leistungsanforderung, viel Arbeit“.
Hofer will in den nächsten fünf Jahren 50 neue Filialen in Österreich aufmachen. Derzeit gibt es rund 450 Standorte. Damit setzte die Kette im Vorjahr 3,7 Mrd. Euro um. Anfang 2014 führte Hofer als eine der letzten Supermarktketten in Österreich die Backbox ein und bäckt seither auch selbst Brot in den Filialen auf - daher auch der Personalbedarf. Die Umstellung auf alle Filialen soll heuer abgeschlossen sein. Die Backbox hat bei Hofer 1.000 neue Jobs geschaffen, bei den Bäckern allerdings 3.000 gekostet, räumte ein Branchenvertreter unlängst im APA-Gespräch ein.
Hofer spielt im Reich von Aldi eine entscheidende Rolle. Seit einem Jahr lenkt die Konzernmutter Aldi Süd alle Auslandstöchter von Österreich aus. Neben den Nachbarländern Slowenien, Ungarn und Schweiz werden auch die Aldi Süd-Töchter in den USA, Australien, UK und Irland von Salzburg aus gesteuert. Im Mai kündigte das Unternehmen an, mit Italien künftig einen komplett neuen Markt erschließen zu wollen. Details sind noch unbekannt. „Italien ist in Vorbereitung“, sagte Helm heute auf Nachfrage. Auch zu anderen Märkten äußerte er sich nicht.
Nicht abgeneigt zeigte sich Helm an einer Zusammenarbeit mit dem Streaming-Dienst Napster, wie es die deutsche Mutter gerade macht. „Wir sind in Beobachtung dieses Konzepts und prüfen das näher“, so Helm. Aldi ist diese Woche mit Napster ins Musik-Streaming eingestiegen.
Vorerst kein Thema sei dagegen ein Online-Shop zum Versand von Lebensmitteln. Es gäbe Länder, die da schon viel weiter seien - etwa UK oder die Schweiz. Man habe keine Sorge, einen Trend zu verschlafen, meinte Helm.
~ WEB http://www.hofer.at ~ APA284 2015-09-25/12:57
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