Sanierung und Umbau der Kellerjochhütte in Aussicht
Ein und dieselbe Hütte steht auf dem Grund von drei Gemeinden. Schwaz hat als Erster den Umbau per Beschluss abgesegnet.
Von Eva-Maria Fankhauser
Schwaz –Hoch über Schwaz thront die Kellerjochhütte. Die Schutzhütte birgt, abgesehen vom herrlichen Panorama, aber eine Besonderheit in sich: Sie steht auf einem so genannten „Drei-Gemeinden-Eck“, wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Schwaz erläutert wurde.
Die Hütte steht zum Teil auf Grund der Gemeinden Fügenberg, Pill und Schwaz. „Aufgrund ihres Alters und zahlreicher Auflagen zur Aufrechterhaltung der Schutzhüttenqualifikation muss eine Reihe von Sanierungsarbeiten durchgeführt werden“, erklärt Sportreferent GR Hans Reiter. Um die Sanierung und auch Erweiterung der Kellerjochhütte umsetzen zu können, muss zuerst in jeder der betreffenden Gemeinden ein Beschluss zur Änderung des Flächenwidmungsplanes sowie des Bebauungsplanes vorgenommen werden. Schwaz hat mit dem positiven Beschluss den Anfang gemacht.
In puncto Finanzierung wird allerdings nur noch die Stadtgemeinde aktiv. Die Gesamtkosten der Sanierungsarbeiten betragen rund 300.000 Euro. Den Löwenanteil von zwei Dritteln übernimmt der Alpenverein. „Der Oesterreichische Alpenverein und die Sektion Schwaz teilen sich diesen Betrag“, weiß BM Hans Lintner. Einstimmig erteilte der Gemeinderat ein Ja zur Mitfinanzierung von maximal 100.000 Euro. „Wobei wir versuchen werden, diesen Betrag durch weitere Unterstützer der öffentlichen Hand entsprechend reduzieren zu können“, betont BM Lintner.
Die Sanierungsarbeiten betreffen vor allem die Fluchtweg- und Brandschutzsituation auf der Kellerjochhütte. Zudem steht die Erneuerung des Sanitärtrakts und der Materialseilbahn an. Auch ein Trockenraum soll gebaut werden und diverse über die Jahre entstandene Zubauten sollen beseitigt und in einer neuen Struktur dem Hauptgebäude angegliedert werden.
„Die Hütte ist ein Juwel, da die Innenausstattung seit der Erbauung 1908 gut erhalten ist. Da es aber keine Zufahrtsstraße gibt, handelt es sich um eine schwierige Baustelle“, sagt Alexander Haidekker vom Schwazer AV. Die Bauarbeiten könnten laut ihm noch vor der Wandersaison 2016 starten.