VW-Dieselskandal - Realer Verbrauch bei Dieselfahrzeugen sinkt kaum

Wien/Wolfsburg (APA) - Der tatsächliche Spritverbrauch von Autos ist höher als der Normverbrauch verspricht und „die Schere geht immer weite...

Wien/Wolfsburg (APA) - Der tatsächliche Spritverbrauch von Autos ist höher als der Normverbrauch verspricht und „die Schere geht immer weiter auseinander“, warnt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. Der tatsächliche Spritverbrauch von Österreichs Dieselflotte sei daher in den vergangenen Jahren kaum gesunken: von durchschnittlich 7,0 Liter/100 km im Jahr 2000 auf 6,8 Liter/100 km im Jahr 2012.

Dabei sei Diesel in Österreich ein besonders wichtiges Thema, werden doch 58 Prozent der neu zugelassenen Pkw mit Diesel betrieben. Zwei von drei neu zugelassenen Diesel-Fahrzeugen seien dabei auf juristische Personen, also Firmen und Behörden angemeldet, nur ein Drittel auf Privatpersonen. Diese Tatsache könne zumindest teilweise auch große Unterschiede in der Diesel-Dichte in Österreich erklären: Im Tiroler Reutte fahren 79 Prozent mit Diesel, in der Wiener Innenstadt 73 Prozent. In beiden Regionen werden aber 90 Prozent der Fahrzeuge von juristischen Personen angemeldet.

Im Gegensatz dazu werden in Wien-Meidling oder auch in Jennersdorf im Burgenland „nur“ 45 Prozent Diesel-Fahrzeuge angemeldet. Österreichweit werden laut VCÖ neun von zehn SUV, Geländewagen und Fahrzeugen der Ober- und Mittelklasse mit Diesel betrieben, während es bei den Klein- und Stadtautos nur eines von sechs ist.

Der VCÖ fordert Emissionsmessungen beim realen Betrieb statt im Labor und hofft, dass bei „richtigen Konsequenzen“ aus dem Dieselskandal Autos künftig „nicht nur am Papier, sondern auch beim Fahren auf der Straße sauberer und spritsparender werden. So wie der Weinskandal dazu geführt hat, dass Österreich heute international prämierte Spitzenweine produziert, kann der Dieselskandal dazu führen, dass die Umweltbilanz der Autos nachhaltig massiv verbessert wird“, hofft Rasmussen.

~ WEB http://www.vcoe.at/ ~ APA320 2015-09-25/13:36