Nach Grazer Juwelierraub mit Blumen-Trick: Verdächtige ausgeforscht
Graz (APA) - Nach dem Überfall auf ein Juweliergeschäft im Februar in Graz haben steirische Ermittler die mutmaßlichen Täter ausgeforscht: E...
Graz (APA) - Nach dem Überfall auf ein Juweliergeschäft im Februar in Graz haben steirische Ermittler die mutmaßlichen Täter ausgeforscht: Es handelt sich - wie bereits am Tag nach dem Raub vermutet - um Mitglieder der „Pink Panther“. Ein 30-Jähriger sitzt in Wiener Neustadt in Haft, ein 37-jähriger Komplize in Kroatien. Ein 45-Jähriger sowie zwei Frauen sind auf der Flucht, so die Polizei am Freitag.
Das Trio in Begleitung der zwei Frauen, die als Aufpasserinnen fungiert haben dürften, hatte am Vormittag des 10. Februar den Grazer Traditionsjuwelier nahe dem Hauptplatz überfallen. Die Männer wendeten dabei einen Trick an, bei dem sie vorgaben, Blumen zu überbringen. Die teils maskierten Täter bedrohten den Inhaber, vier Angestellte und eine Kundin mit Faustfeuerwaffen und zwangen sie, sich auf den Boden zu legen. Dann flüchteten sie samt Beute zu Fuß.
Mit den Bilder aus der Überwachungskamera wurden nun der 30-Jährige aus Montenegro und sein 37-jähriger Landsmann sowie die drei anderen Komplizen aus Serbien eindeutig identifiziert. Der jüngere der drei Männer war bereits im Mai bei der Ausreise von Kroatien nach Serbien von kroatischen Beamten festgenommen worden. Er ist seither in Untersuchungshaft. Im Umfeld des Verdächtigen stießen die Ermittler auch auf den ebenfalls schon inhaftierten 37-Jährigen.
Während die Männer zu der „Pink Panther“-Bande gehören, seien die Frauen noch nicht eindeutig zugeordnet, waren aber zweifelsfrei am Auskundschaften des Tatortes beteiligt, teilte die Polizei mit. Während des Überfalls hielten sie sich im Nahbereich des Juweliers auf. Von der Beute fehlt bisher jede Spur, doch bei einer Hausdurchsuchung in Serbien wurden mehrere Hunderttausend Euro gefunden.