UNO-Generalversammlung - Neues Nachhaltigkeits-Aktionsprogramm
Wien (APA) - Mit einem Aktionsplan will die Staatengemeinschaft bis Ende 2030 Armut beseitigen, Gleichstellung von Frauen vorantreiben, Gesu...
Wien (APA) - Mit einem Aktionsplan will die Staatengemeinschaft bis Ende 2030 Armut beseitigen, Gleichstellung von Frauen vorantreiben, Gesundheitsversorgung verbessern und dem Klimawandel entgegensteuern. Rund 160 Staats- und Regierungschefs wollen ab Freitag im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York die sogenannten 17 Sustainable Development Goals (SDGs), also Nachhaltigkeitsziele, beschließen.
Im Vorfeld haben sich heute dazu in Österreich mehrere Parteien und Organisationen in Aussendungen geäußert.
Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, fordert eine bedeutende Rolle für die nationalen und regionalen Parlamente bei der Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsagenda, denn sie transportieren und vertreten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Daher sollten auch Parlamentarier in den relevanten Gremien auf nationaler, regionaler wie auch auf globaler Ebene - etwa dem High Level Political Forum for Sustainable Development - mit Sitz und Stimme vertreten sein.
Der ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit, Franz-Joseph Huainigg, spricht die aktuelle Flüchtlingssituation an. „Wer nicht hungert, einer Erwerbstätigkeit nachgehen kann, Perspektiven hat und in einem friedlichen Umfeld lebt, ist nicht gezwungen, sein Leben auf der Flucht zu riskieren“. Die globalen Nachhaltigkeitsziele geben im Kampf gegen die Fluchtursachen den Weg vor: Armutsbekämpfung, Bildung, Schaffung von Arbeitsplätzen und Friedenssicherung.
Die Hilfsorganisation CARE stellt die wirtschaftliche Stärkung von Mädchen und Frauen in den Vordergrund. „Nur so können Geschlechtergerechtigkeit und nachhaltiges Wirtschaftswachstum nach vorne gebracht werden. Arme Menschen dürfen vom Welt- und Finanzmarkt nicht ausgeschlossen sein, das gilt besonders für Frauen“, so Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. CARE werden seine Programme wie die Kleinspargruppen ausweiten. Österreich sollte seine Verpflichtung, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungshilfe auszugeben, auch einhalten. 2014 lagen die Ausgaben bei lediglich 0,26 Prozent.
Das Internationale König-Abdullah-Zentrum für Interreligiösen Dialog (KAICIID) regt die Staaten und politischen Entscheidungsträger dazu an, Organisationen, die den interreligiösen Dialog fördern, aktiv in die Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele zu integrieren. Dazu präsentierte KAICIID in New York eine „Peace Map“ mit 400 Organisationen, die den interreligiösen Dialog weltweit unterstützen.
Der Verein Bizeps hofft, dass die nachhaltigen Entwicklungsziele ein weiterer Meilenstein in Richtung Inklusion und Chancengleichheit werden. Anders als bei den Millennium-Entwicklungszielen seien nämlich in den 17 Entwicklungszielen dieser Agenda Menschen mit Behinderungen mehrfach ausdrücklich erwähnt. 15 Prozent der Weltbevölkerung leben mit einer Behinderung, 80 Prozent davon in Entwicklungsländern.
~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA338 2015-09-25/13:56