Tiroler kotete Nachbarn vor die Türe und schlitzte Schuhe auf
Innsbruck – Dass manche Leute lieber die Finger vom Alkohol lassen sollten, bewies gestern ein Prozess am Landesgericht, bei dem man seinen ...
Innsbruck –Dass manche Leute lieber die Finger vom Alkohol lassen sollten, bewies gestern ein Prozess am Landesgericht, bei dem man seinen Ohren nicht traute.
Vor Strafrichterin Helga Moser saß dort ein unscheinbarer 33-Jähriger, der seine Wohnumgebung über fast ein Jahr mit Gemeinheiten gehörig auf Trab gehalten hatte.
Grund dafür waren Vereinsabende, bei denen reichlich Bier geflossen war, das dem Tiroler an der frischen Luft in den Kopf stieg. Erst konzentrierten sich die Rauschtaten auf den Lack von parkenden Autos. Das wurde dem Mann offenbar langweilig und so begann er, Mitbürgern vor deren Türen abgestellte Schuhe zu zerschneiden.
Dies steigerte sich später in eine Art Fetisch, nachdem der 33-Jährige einer Frau gleich fünfmal den jeweils linken Schuh wegnahm. Im März überschritt der Tiroler darauf ein letztes Tabu und kotete Gemeindebürgern vor die Türe. Als er letztlich beim Hinkoten überrascht wurde, lieferte sich der Überführte auch noch eine Rempelei auf der Aufgangsbrüstung.
5240 Euro Schadenersatz hat der Geläuterte bereits bezahlt – und sich bei den Opfern entschuldigt. Für Richterin Moser schon Strafe genug: „Bier enthemmt Sie. Als Unbescholtener kommen Sie deshalb noch einmal mit zur Hälfte bedingten 800 Euro Geldstrafe davon!“ (fell)