Syrien - Faymann: „Es müssen alle an einen Tisch“

Telfs (APA) - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat sich für eine diplomatische Lösung des seit Jahren anhaltenden Bürgerkrieges in Syrien ...

Telfs (APA) - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat sich für eine diplomatische Lösung des seit Jahren anhaltenden Bürgerkrieges in Syrien ausgesprochen. „In Syrien müssen alle an einen Tisch“, sagte Faymann am Freitagabend bei seiner Rede anlässlich des 125-Jahr-Jubiläums der Tiroler SPÖ in Telfs und forderte Friedensverhandlungen unter Federführung der UNO.

„Es ist vieles in Bewegung“, meinte Faymann. Notwendig seien „harte Verhandlungen“. Zuletzt hatte sich neben Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) etwa auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dafür ausgesprochen, Syriens Staatschef Baschar al-Assad ebenso in Verhandlungen zur Lösung des Konflikts miteinzubeziehen.

In seiner kurzen, rund 15-minütigen Rede sprach der Bundeskanzler erneut von einem Europa, das in der Flüchtlings-Krise am Prüfstand stehe. Es gelte, für eine gemeinsame Ordnung in Europa zu sorgen, in der das Menschenrecht auf Asyl ernst genommen werde.

Man müsse sich jenen entgegenstellen, die meinten, man könne es sich nicht leisten, den Flüchtlingen zu helfen. „Die Hetzer müssen die Schwächeren sein“, erklärte Faymann. Der Kanzler sprach von den „größten Zynikern der Geschichte“, die Kriegsflüchtlinge auf ein paar „Mitläufer und Kriminelle“ reduzieren würden.