Sechsmonatige Waffenruhe für drei Ortschaften in Syrien vereinbart
Beirut (APA/AFP) - In drei umkämpften Ortschaften Syriens sollen für sechs Monate die Waffen schweigen. Für diese Zeitspanne hätten verschie...
Beirut (APA/AFP) - In drei umkämpften Ortschaften Syriens sollen für sechs Monate die Waffen schweigen. Für diese Zeitspanne hätten verschiedene Rebellengruppen sowie die Regierungstruppen und ihre Verbündeten eine Feuerpause ausgehandelt, teilte am Freitagabend die dem syrischen Machthaber Bashar al-Assad nahestehende Hisbollah-Miliz mit.
Die Verhandlungen hätten unter UN-Schirmherrschaft gestanden, zudem habe der Iran vermittelt. Betroffen sind den Angaben zufolge die Stadt Zabadani an der libanesischen Grenze sowie die schiitischen Dörfer Foua und Kafraya in der Provinz Idlib.
Zabadani ist eine der letzten Rebellenhochburgen in den Bergen entlang der Grenze zum Libanon. Die Stadt wird seit Anfang Juli von Regierungstruppen und der libanesischen Hisbollah-Miliz belagert. Im Gegenzug griff ein islamistisches Rebellenbündnis unter Einschluss der Al-Nusra-Front die beiden schiitischen Dörfer Foua und Kafraya an, die mit zu den letzten Orten in der nordwestlichen Provinz gehören, die noch von den Regierungstruppen gehalten werden.
Für alle drei Ortschaften war im August bereits einmal eine dreitägige Feuerpause ausgehandelt worden. Jetzt sollen die Waffen sechs Monate schweigen, um Zivilisten und Verwundeten das Verlassen des Kampfgebietes zu ermöglichen. Auf der einen Seite würden verwundete Rebellenkämpfer Zabadani verlassen können, sagte Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah dem Fernsehsender seiner schiitischen Miliz. „Im Gegenzug werden 10.000 Zivilisten aus Foua und Kafraya in von der Regierung gehaltene Gebiete gebracht werden können.“
Am Donnerstag hatte bereits eine UN-Sprecherin von „positiven Entwicklungen“ bei den Verhandlungen über eine Waffenruhe für die drei Ortschaften gesprochen. Es sei aber an den beteiligten Parteien, diese selbst zu verkünden.