Australien sieht Assad als Teil einer Syrien-Lösung

Canberra (APA/dpa) - Australiens neue Regierung will anders als ihre Vorgängerin bei der Suche nach einer Friedenslösung in Syrien den Macht...

Canberra (APA/dpa) - Australiens neue Regierung will anders als ihre Vorgängerin bei der Suche nach einer Friedenslösung in Syrien den Machthaber Bashar al-Assad einbinden. Die Haltung nehme zu, „dass die einzig denkbare Option eine Regierung der nationalen Einheit unter Einschluss von Präsident Assad ist“, sagte Außenministerin Julie Bishop in einem Interview des „Weekend Australian“ vom Samstag.

Bei einem UN-Treffen habe sie gemerkt, dass mehr und mehr Staaten diese Ansicht teilten. Es schäle sich ein Konsens heraus, dass das Assad-Regime bei jedem Versuch, den syrischen Staat zu festigen und weitere Geländegewinne der Terrormiliz Islamischer Staat zu verhindern, wahrscheinlich eine Schlüsselrolle einnehme.

Auch Deutschland Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor wenigen Tagen überraschend gesagt, es müsse mit Assad gesprochen werden. Zuvor hatte sich auch Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) wiederholt dafür ausgesprochen. Dies wurde lange Zeit von Russland gefordert, aber von den Westmächten abgelehnt. Australien beteiligt sich an den von den USA koordinierten Luftangriffen auf den IS, der in großen Teilen Syriens und des Iraks ein Kalifat ausgerufen hat.