Mehrere Tote bei Gefechten in Südkaukasusregion Berg-Karabach
Eriwan/Baku (APA) - Im Konflikt zwischen den Südkaukasusrepubliken Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach sind bei einer neu...
Eriwan/Baku (APA) - Im Konflikt zwischen den Südkaukasusrepubliken Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach sind bei einer neuen Gewalteskalation mindestens fünf Soldaten getötet worden. Das aserbaidschanische Außenministerium in Baku berichtete am Samstag von vier getöteten Armeniern. Auch ein aserbaidschanischer Soldat sei bei den heftigen Schusswechseln ums Leben gekommen.
Die Behörden des überwiegend von Armeniern bewohnten Berg-Karabach warfen dem aserbaidschanischen Militär vor, erstmals seit 20 Jahren schwere Artillerie im Konfliktgebiet eingesetzt zu haben. Sie bestätigten den Tod von vier Soldaten.
Das Verteidigungsministerium in der armenischen Hauptstadt Eriwan kündigte Gegenmaßnahmen mit Artillerie und Raketen an. Außenminister Edward Nalbandyan warf seinem aserbaidschanischen Kollegen Elmar Mammadyarov bei einem Treffen in New York vor, mit militärischen Provokationen von Menschenrechtsproblemen im eigenen Land abzulenken.
Berg-Karabach gehört völkerrechtlich zur autoritär geführten Ex-Sowjetrepublik Aserbaidschan. Nach dem Zerfall der UdSSR hatte sich das Gebiet in einem Krieg von Baku losgesagt, Armenien betrachtet das Gebiet, das mit ihm durch einen Korridor verbunden ist, als armenisches Territorium. Eine seit 1994 geltende Waffenruhe wird immer wieder gebrochen. Aserbaidschan hat mehrfach gedroht, das abtrünnige Gebiet zurückzuerobern.
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