Treffen Lega Nord-FPÖ in Tarvis: EU und Flüchtlinge im Mittelpunkt
Rom/Wien (APA) - Der Chef von Italiens rechtspopulistischer Lega Nord, Matteo Salvini, hat am Samstag in Tarvis Vertreter der FPÖ und der sl...
Rom/Wien (APA) - Der Chef von Italiens rechtspopulistischer Lega Nord, Matteo Salvini, hat am Samstag in Tarvis Vertreter der FPÖ und der slowenischen Oppositionspartei SDS getroffen. „Zusammen werden wir ein anderes und besseres Europa aufbauen“, sagte Salvini nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.
„Das Europa, das wir aufbauen wollen, wird mehr Beschäftigung und weniger illegale Migration haben, mit verschiedenen Währungen, und es wird sich dem Schutz unserer Berge, unserer Wurzeln und unserer Kulturen widmen“, sagte Salvini. „Das heutige Europa zerstört die Beschäftigung im Norden und im Süden. Daher werden wir uns mit all jenen verbünden, die sich für mehr Arbeit einsetzen wollen“, so Salvini.
Auch die Flüchtlingswelle wurde besprochen. Die Lega Nord fordere, dass die EU ihre Grenzen schützt. „Jede Grenzkontrolle zum Schutz der Sicherheit ist willkommen. Falsche Flüchtlinge müssen ausgewiesen werden“, sagte Salvini, der vor den Auswirkungen des ungeregelten Migrantenstroms auf die Sozialsysteme in Europa warnte.
Laut dem Lega-Chef sollte sich Italien an der Schweiz ein Beispiel nehmen. „800 Soldaten sind an die Grenze entsandt worden, um die Sicherheit zu erhöhen“, so Salvini.
Salvini erhofft sich von den Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien eine „Ohrfeige“ für Brüssel. „Katalonien hat die Möglichkeit, Brüssel, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und all jenen eine Ohrfeige zu verpassen, die die Identität der europäischen Völker auslöschen wollen“, sagte Salvini.
Beim Treffen in Tarvis war die FPÖ durch den Kärntner Landesparteisekretär Ewald Mödritscher, den Nationalratsabgeordneten Wendelin Mölzer und den Kärntner Landesrat Christian Ragger vertreten. Anwesend waren auch Sloweniens Ex-Präsident Janez Jansa und der slowenische Abgeordnete Daniel Krivez.