Syrien-Konflikt - Moskau unterstützt mit Panzern und Raketen
Moskau (AFP) - Die russische Militärhilfe für die syrische Führung um Präsident Bashar al-Assad umfasst ein breites Arsenal an Waffen vom Ra...
Moskau (AFP) - Die russische Militärhilfe für die syrische Führung um Präsident Bashar al-Assad umfasst ein breites Arsenal an Waffen vom Raketenwerfer bis zum Kampfjet:
ARTILLERIE:
Die syrische Armee verfügt über Raketenwerfer verschiedener Typen, darunter Grad und Smersch. Die auf 300-Millimeter-Munition ausgelegten Smersch-Raketenwerfer sind eine Weiterentwicklung der Grad-Systeme. Moskau liefere Raketen- und Flammenwerfer sowie die dazugehörige Munition nach Syrien, sagt Igor Korotschenko, Herausgeber des nationalen russischen „Verteidigungs-Magazins.“
PANZER:
Auf dem Flughafen Bassel al-Assad südlich von Latakia wurden sieben Panzer vom Typ T-90 gesehen. Der T-90 ist seit Anfang der 90er-Jahre im Einsatz und der wichtigste Sturmpanzer der russischen Armee, die davon 500 hat. Der T-90 ist mit einem 125-Millimeter-Geschütz und einem Maschinengewehr zum Einsatz gegen Flugobjekte ausgerüstet.
Gebaut werden die Panzer in dem russischen Staatsunternehmen Uralwagonsawod. Firmenchef Oleg Sienko sagt, das modernisierte Modell T-90SM sei bereits in einem „arabischen Staat“ getestet worden, der Panzer T-72 werde von der syrischen Armee „erfolgreich“ bei Straßenkämpfen gegen die Jihadisten-Organisation „Islamischer Staat“ (IS) eingesetzt.
DROHNEN:
In der vergangenen Woche teilte die syrische Führung mit, sie setze unbemannte russische Luftfahrzeuge ein, ohne jedoch einen Typ zu benennen. Die russische Militärtechnologie hängt in diesem Bereich weit hinter den USA und Israel zurück. Russland verfüge „nicht über Kampfdrohnen“, sagt der russische Militärexperte Pawel Felgenhauer. Syrien könnte demnach allenfalls russische Aufklärungsdrohnen nutzen.
KPFJETS:
Auf den Luftwaffenstützpunkten im Norden Syriens sollen sich vier Kampfjets vom Typ Su-30SM, zwölf Su-25 und zwölf Su-24M befinden. „Die Su-24 und Su-25 sind relativ alte Flugzeuge, die in den 60er- und 70er-Jahren entwickelt wurden“, erläutert Douglas Barrie vom Internationalen Institut für Strategische Studien (IISS). Su-24-Bomber haben einen weiten Aktionsradius, Su-24-Kampfjets sind für die direkte Unterstützung von Kampfeinsätzen am Boden konzipiert. Die Su-30SM ist eine Maschine jüngeren Datums, die zur Luftabwehr eingesetzt wird.
Barrie betrachtet die insgesamt 28 Maschinen als eine „kleine, aber variantenreiche“ Luftstreitmacht. Unter Verweis auf Satellitenbilder sagt er, dass in Syrien auch Transporthubschrauber vom Typ Ka-29 im Einsatz seien.