Schwedische Außenministerin: Sehe nicht, was Assads Rolle sein sollte
Wien (APA) - Die schwedische Außenministerin Margot Wallström hat den jüngsten Schwenk einiger europäischer Länder - darunter Österreich - i...
Wien (APA) - Die schwedische Außenministerin Margot Wallström hat den jüngsten Schwenk einiger europäischer Länder - darunter Österreich - in ihrer Syrien-Politik deutlich kritisiert. Sie sehe nicht „was genau die Rolle von jemandem sein sollte, der siebenmal so viele Menschen wie IS (Islamischer Staat, Anm.) ermordet hat und Fassbomben und andere Waffen gegen sein eigenes Volk richtet“, so Wallström gegenüber der „Presse am Sonntag.“
Zur Forderung, den syrischen Machthaber Bashar al-Assad in die Lösung des Konflikts einzubeziehen, erklärte die schwedische Chefdiplomatin im Interview mit der Zeitung, sie sei „sehr skeptisch“. „Und ich würde gern wissen, was das Signal ist, das man damit aussenden möchte, und was man damit erreichen würde, bevor ich dazu eine klare Position beziehe,“ so Wallström.
In den vergangenen Wochen haben mehrere Länder, die bisher Assads Ablösung an der Staatsspitze als Voraussetzung für eine Lösung des Syrien-Konflikts gefordert hatten, ihre Haltung geändert. Unter anderem hatten Österreich und Deutschland für direkte Verhandlungen mit Assad plädiert.