Putin spricht mit saudi-arabischem König über Lage in Syrien

Moskau/New York (APA/AFP) - Vor seiner Rede vor der UN-Vollversammlung hat Russlands Präsident Wladimir Putin mit dem saudi-arabischen König...

Moskau/New York (APA/AFP) - Vor seiner Rede vor der UN-Vollversammlung hat Russlands Präsident Wladimir Putin mit dem saudi-arabischen König Salman über den Syrien-Konflikt beraten.

Die beiden Staatschefs hätten sich bei einem Telefonat am Samstag dafür ausgesprochen, die Suche nach einem Ausweg aus dem Konflikt zu verstärken und eine „effiziente internationale Zusammenarbeit“ für den Kampf gegen die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) aufzubauen, teilte der Kreml mit. Putin wird am Montag bei der UN-Generaldebatte eine Rede halten, in der er seine Syrien-Strategie darlegen will.

Moskau ist ein enger Verbündeter des syrischen Staatschefs Bashar al-Assad. Zuletzt hat Russland seine Militärpräsenz in Syrien deutlich verstärkt und damit die Sorge hervorgerufen, Assads Macht zu festigen. Nach Angaben aus syrischen Militärkreisen bringt Russland ohne Unterlass Ausrüstung in das Bürgerkriegsland. Vor allem die USA fürchten, dass Russland nicht nur den IS, sondern auch moderate Gegner Assads angreift. Putin will nach seiner Rede in New York am Montag US-Präsident Barack Obama zu einem bilateralen Gespräch treffen.

Der Konflikt in Syrien dürfte die Generaldebatte beherrschen. Insbesondere ist umstritten, ob für eine Beilegung des festgefahrenen Konflikts mit Assad verhandelt werden muss. Aus Regierungskreisen in London verlautete, der britische Premierminister David Cameron wolle in seiner Rede vor der UNO sagen, dass ein Frieden nur ohne Assad denkbar sei. Für Großbritannien sei klar, dass „der IS und Assad gleichermaßen Feinde des syrischen Volkes“ seien. Allerdings sei denkbar, dass Assad für eine Übergangszeit an der Macht bleibe, hieß es aus London.

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius sagte am Samstag in New York, ein Rücktritt Assads sei keine Bedingung für den Beginn von Verhandlungen, aber letztlich das Ziel. Ähnlich hatte sich bereits US-Außenminister John Kerry geäußert. Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich vor wenigen Tagen erstmals für direkte Gespräche mit Assad ausgesprochen. In dem seit 2011 andauernden Bürgerkrieg in Syrien wurden mehr als 240.000 Menschen getötet, mehrere Millionen Menschen wurden in die Flucht gezwungen.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA023 2015-09-27/07:32