Labour-Chef warnt vor „Stellvertreterkrieg“ mit Russland in Syrien
Brighton (APA/AFP) - Angesichts der militärischen Aufrüstung in Syrien hat der britische Labour-Chef Jeremy Corbyn vor einem „Stellvertreter...
Brighton (APA/AFP) - Angesichts der militärischen Aufrüstung in Syrien hat der britische Labour-Chef Jeremy Corbyn vor einem „Stellvertreterkrieg“ in dem Land gewarnt. „Letztlich brauchen wir eine politische Lösung“, sagte der neue Parteichef dem Fernsehsender BBC am Sonntag zum Auftakt des Labour-Parteitags in Brighton.
Der Iran und alle anderen Nachbarländer müssten eingebunden werden. „Die Gefahr ist, dass wir am Ende einen Stellvertreterkrieg mit Russland und anderen in Syrien haben - zusätzlich zu dem unglaublich scheußlichen Bürgerkrieg in Syrien“.
Für den weit links stehenden Pazifisten Corbyn ist der Parteitag ein erster Test. Der langjährige Gegner des früheren Parteivorsitzenden Tony Blair war erst Mitte September in einer Urwahl zum neuen Chef der Oppositionspartei bestimmt worden.
In Syrien baut Russland derzeit seine Militärpräsenz aus. Nach US-Angaben stationierte das Land dort unter anderem Kampfflugzeuge. Frankreich und Großbritannien begannen erst kürzlich mit Luftangriffen auf mutmaßliche Stellungen der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) auch in Syrien. Bisher hatten sie lange die US-geführte Militärkoalition gegen den IS lediglich im Irak mit Luftangriffen unterstützt.