OÖ-Wahl: Strolz: „Bitter, wenn es haarscharf nicht klappt“

Wien/Linz (APA) - NEOS-Parteichef Matthias Strolz hoffte am Sonntagnachmittag noch auf die Wahlergebnisse aus den oberösterreichischen Städt...

Wien/Linz (APA) - NEOS-Parteichef Matthias Strolz hoffte am Sonntagnachmittag noch auf die Wahlergebnisse aus den oberösterreichischen Städten. Rein rechnerisch könne sich der Einzug in den Landtag noch ausgehen. Sollte das nicht der Fall sein, wäre dies „natürlich bitter“, räumte Strolz gegenüber der APA ein.

„Natürlich ist es bitter, den Einzug so knapp zu verfehlen“, meinte Strolz, sei man doch angetreten, um Reformen in das politische System zu bringen. „Es ist ein guter Zwischenschritt, ich hätte mir gewünscht, dass er größer ausfällt.“ Für die NEOS gehe es aber in die richtige Richtung.

Angesichts des blauen Wahlerfolgs meinte Strolz, er halte das „Phänomen Rechtspopulismus“ für nicht stabil. Mittelfristig brauche es belastbare, tragfähige Kräfte: „Hier steht NEOS bereits, wir sind auf Nachhaltigkeit ausgelegt.“ Die pinke Partei wachse zwar schnell, werde aber noch schneller wachsen müssen, so der Obmann.

Strolz sprach sich dafür aus, dass Judith Raab unabhängig vom Landtagseinzug oberösterreichische Landesparteichefin bleibt. Zwar werde dies Oberösterreich besprechen und entscheiden, der Parteichef hielt jedoch fest: „Ich finde, sie hat einen großartigen Job gemacht in einer echten Ausnahmesituation. Ich würde mich freuen, wenn sie die Bewegung in Oberösterreich weiter anführt.“ Sie soll bleiben, auch wenn die NEOS den Landtagseinzug verpassen: „Es funktioniert nicht alles im ersten Anlauf.“ Bitter sei es aber, wenn es haarscharf nicht klappt. „Hätten wir eine normale Themenlage, wären wir drin“, so Strolz. Grundsätzlich hält er das Ergebnis für einen „respektablen ersten Schritt“, weitere müssten aber folgen.

Was die anstehende Wien-Wahl betrifft, erklärte Strolz: „Es wird keinen Bürgermeister Strache (Parteichef Heinz-Christian Strache, Anm.) geben, das gewährleistet NEOS.“ Strolz warnte vor einer taktischen Wahl: „Wer Strache nicht will, muss NEOS wählen.“