OÖ-Wahl - Salzburgs LH Haslauer belegt Ergebnis Sorgen der Menschen

Wien/Linz (APA) - Die Flüchtlingsthematik prägte auch die Reaktionen der Salzburger Landespolitiker auf das Wahlergebnis in Oberösterreich. ...

Wien/Linz (APA) - Die Flüchtlingsthematik prägte auch die Reaktionen der Salzburger Landespolitiker auf das Wahlergebnis in Oberösterreich. Für Salzburgs Landeshauptmann und ÖVP-Chef Wilfried Haslauer belegt das Ergebnis „das große Unbehagen und die Sorgen der Menschen in unserem Land.“ Es sei bei der Wahl nicht die gute Arbeit der ÖVP in Oberösterreich im Mittelpunkt gestanden, sondern die Flüchtlingsthematik.

Für den Landesparteiobmann der Freiheitlichen in Salzburg, Andreas Schöppl, ist der Erfolg seiner Parteifreunde nicht nur auf die sachpolitische Arbeit, sondern „auch auf das absolute Versagen der Bundes- und oberösterreichischen Landesregierung in der Flüchtlingsfrage“ zurückzuführen. „Wer sich in dieser Extremsituation zurücklehnt und glaubt, dass sich diese Völkerwanderung von alleine wieder auflöst, dem wird die Rechnung am Wahltag präsentiert.“ Für Schöppl ist das Ergebnis in Oberösterreich die Bestätigung dafür, dass die Österreicher sichere Grenzen wollen. Der Salzburger Politiker sieht sich durch den Erfolg auch darin bestätigt, die Salzburger FPÖ zu verjüngen und neu zu strukturieren.

Als „sehr erfreulich mit einem bitteren Beigeschmack“ bezeichnete die Landessprecherin der Grünen, LH-Stv. Astrid Rössler, das Wahlergebnis der Grünen in Oberösterreich. Die Grünen hätten ihr Wahlziel gut erreicht und den Landesrat abgesichert. Mit klarer Haltung und sachbezogener Politik sei es gelungen, unter schwierigen Bedingungen zuzulegen.

„Das ist ein trauriger Tag für die SPÖ, aber auch für das Land“, sagte der Landesparteivorsitzende der Salzburger SPÖ, Klubchef Walter Steidl. Die Wahlauseinandersetzung sei völlig auf das Flüchtlingsthema fokussiert gewesen. Dabei seien offenbar diejenigen, die um Verständnis und Balance geworben hätten, nicht gehört worden, sondern jene, die auf Hetze setzten, meinte Steidl.