UNO-Gipfel - Lukaschenko: Westen für Terrorismus verantwortlich

New York/Minsk (APA/dpa) - Der Westen ist nach den Worten des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko für die Gewalt im Nahen und M...

New York/Minsk (APA/dpa) - Der Westen ist nach den Worten des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko für die Gewalt im Nahen und Mittleren Osten und für den Terror der Miliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich. Nur die Invasion „einiger wohlbekannter Staaten“ im Irak, Libyen und Syrien habe zu einer Destabilisierung der Region geführt, so der Staatschef am Sonntag vor der UNO-Vollversammlung in New York.

„Wir haben das Gleichgewicht der Kräfte, das mit der Auflösung der Sowjetunion endete, noch nicht wieder herstellen können“, sagte Lukaschenko, der sein Land seit 1994 diktatorisch regiert. „Und wenn es keine Stabilität gibt, gibt es auch keine Sicherheit und keinen Frieden, nur Krise.“ Es sei sogar ein neuer Weltkrieg möglich.

Eigentlich sollte es auf dem UNO-Gipfel um die sogenannten Nachhaltigkeitsziele gehen, mit denen weltweit Hunger und Armut abgebaut werden sollen. Lukaschenko sagte: „Müttersterblichkeit gibt es in Weißrussland nicht und die Kindersterblichkeit ist die niedrigste in der Welt. Das ist wahre Demokratie und nicht das, was uns westliche Oberlehrer immer erzählen wollen.“ Die Vereinten Nationen sehen Weißrussland bei der Kindersterblichkeit allerdings nicht auf Platz 1, sondern nicht einmal unter den ersten 30. Und die Weltgesundheitsorganisation WHO hat auch Müttersterblichkeit in dem Land registriert.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA353 2015-09-27/18:49