OÖ-Wahl - HR: FPÖ mit großem Zugewinn hinter ÖVP auf Platz zwei
Wien/Linz (APA) - Die FPÖ hat bei der oö. Landtagswahl die erwarteten Zugewinne eingefahren. Sie verdoppelt ihren Stimmenanteil und kommt la...
Wien/Linz (APA) - Die FPÖ hat bei der oö. Landtagswahl die erwarteten Zugewinne eingefahren. Sie verdoppelt ihren Stimmenanteil und kommt laut aktualisierten Hochrechnungen von ARGE Wahlen und SORA auf knapp 31 Prozent. Schwere Verluste erleidet die SPÖ, sie kommt laut ARGE auf 18,3 Prozent. Auch die ÖVP verliert, bleibt mit 36 Prozent aber auf Platz 1. Schwarz-Grün hat keine Mandats-Mehrheit mehr, NEOS scheitert.
Die FPÖ kommt laut den knapp vor 19 Uhr aktualisierten Hochrechnungen auf 30,8 Prozent (ARGE/Auszählungsgrad 67,7 Prozent) bzw. 30,4 (SORA/Auszählungsgrad 70,1) Prozent der Stimmen. Gegenüber 2009 (15,3 Prozent) bedeutet dies ein Plus von 15,5 Prozentpunkten (SORA: +15,1).
Die ÖVP behält laut ARGE mit 36,1 Prozent (SORA: 36,2) Platz eins, erleidet aber mit einem Minus von 10,7 (bzw. 10,6) Prozentpunkten einen deutlichen Stimmenverlust.
Die SPÖ kommt in beiden Hochrechnungen auf 18,4 Prozent und verliert gegenüber dem letzten Urnengang (2009: 24,9 Prozent) 6,5 Prozentpunkte.
Die Grünen können zulegen und kommen laut ARGE auf 10,2 Prozent der Stimmen - ein Plus von 1,0 Prozentpunkten (2009: 9,2 Prozent). Laut SORA erreichen die Grünen 10,4 Prozent der Stimmen.
Gescheitert sind die NEOS. Mit in beiden Hochrechnungen 3,5 Prozent der Stimmen verfehlen sie die Vier-Prozent-Hürde für den Einzug in den Landtag.
In Mandaten kommt die ÖVP sowohl bei ARGE Wahlen als auch SORA auf 21 Mandate (minus 7). Die FPÖ wird nun fix bei 18 Sitzen halten (plus 9), die SPÖ bei elf (minus 3). Die Grünen kommen auf sechs Mandate (plus 1).
Damit ist eine Fortführung der schwarz-grünen Zusammenarbeit im Landtag nicht mehr möglich, beide Parteien kommen auf nur 27 Mandate des 56-köpfigen Landesparlaments. Damit ist rechnerisch neben einer schwarz-blauen auch eine schwarz-rote oder blau-rote Zusammenarbeit möglich.
Die Regierungssitz-Verteilung würde gemäß diesem Ergebnis laut ARGE Wahlen künftig für die ÖVP sowie auch die FPÖ jeweils drei Sitze vorsehen. Die SPÖ kommt auf zwei Landesräte, die Grünen behalten ihren Regierungssitz.
Die Wahlbeteiligung ist laut ARGE Wahlen mit 81,4 Prozent der Wahlberechtigten leicht gestiegen. Damit ging rund ein Prozentpunkt mehr zu den Urnen als 2009.