Lawrow fordert „völlig neuen Ansatz“ für Entwicklungshilfe

New York (APA/dpa) - Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat einen „völlig neuen Ansatz“ in der weltweiten Entwicklungshilfe gefordert. „D...

New York (APA/dpa) - Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat einen „völlig neuen Ansatz“ in der weltweiten Entwicklungshilfe gefordert. „Die Vereinten Nationen haben viel erreicht und wir können stolz sein. Aber noch immer gibt es Ungerechtigkeiten und furchtbaren Hunger auf der Welt“, sagte Lawrow am Sonntag vor der UN-Vollversammlung in New York.

„Viele Staaten können ihre Probleme nicht allein lösen. Deshalb brauchen wir einen völlig neuen Ansatz; politisch, wirtschaftlich und finanzpolitisch“, so Lawrow weiter.

Russland werde seine Partnerländer weiter unterstützen, sagte Lawrow. „Wir versuchen dabei nicht, anderen unser System aufzudrücken.“ Russland sei eines der führenden Länder bei der Reduzierung von Treibhausgasen und habe seine Entwicklungshilfe im letzten Jahr um 20 Prozent gesteigert. Und zudem habe Moskau seine Leistungen an die Vereinten Nationen erhöht.

Russland zahlt allerdings, obwohl es in New York zu den mächtigsten und aktivsten Mitgliedsländern der Vereinten Nationen gehört, nur 2,4 Prozent des UN-Haushalts. Die USA zahlen allein 22, Deutschland als nach Japan drittgrößter Beitragszahler 7,1 Prozent des Haushalts (in diesem Jahr knapp 194 Millionen Dollar).

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA412 2015-09-27/19:44