OÖ-Wahl - Flüchtlingszelte und Stalking-Fall: Gemeinden im Fokus

Linz (APA) - Bei den Landtags- und Kommunalwahlen in Oberösterreich standen mehrere Gemeinden aufgrund diverser aktueller Ereignisse im Foku...

Linz (APA) - Bei den Landtags- und Kommunalwahlen in Oberösterreich standen mehrere Gemeinden aufgrund diverser aktueller Ereignisse im Fokus. Hier ein Blick im Detail:

In St. Georgen im Attergau zeigten die Flüchtlingszelte, die dort im Sommer wochenlang in der Erstaufnahmestelle Thalham gestanden waren, wenig Auswirkung: Die Verluste von Rot und Schwarz bzw. die Gewinne der Blauen bewegten sich nahe am Landesschnitt. Im Gemeinderat konnte die FPÖ nur 0,48 Prozentpunkte zulegen (30,89 Prozent). ÖVP-Bürgermeister Ferdinand Aigner, der zwischenzeitlich sogar mit einer Autobahnblockade gedroht hatte, wurde im ersten Wahlgang bestätigt.

In Suben, wo der Flüchtlingsstrom wegen des dortigen Grenzübergangs nach Deutschland in den vergangenen Wochen ebenfalls das Straßenbild geprägt hatte, legte die FPÖ bei der Landtagswahl um 18,34 Prozentpunkte auf 33,42 Prozent zu.

In Garsten, wo die NEOS-Bürgermeisterkandidatin Nina Spale und weitere pinke Kandidaten von einem Stalker so sehr belästigt wurden, dass die dreifache Mutter vorübergehend untertauchte, war das Abschneiden der Partei mit Spannung erwartet worden. Spale erreichte aber nur 1,85 Prozent, die NEOS im Gemeinderat 2,58 Prozent. Die Mehrheit im Gemeinderat und der Bürgermeistersessel sind fest in schwarzer Hand geblieben.

Die langjährige Ottensheimer Bürgerlisten-Ortschefin Ulrike Böker kandidierte zwar auf der Grünen Liste an wählbarer Position für den Landtag, in Ottensheim ging sie aber erneut mit ihrer Liste Pro-O ins Rennen. Sie muss bei der Bürgermeisterwahl ein Minus von 11,23 Prozent hinnehmen und mit 46,70 Prozent in die Stichwahl gegen ÖVP-Kandidaten Franz Füreder. Die Hoffnungen der Grünen, eine Bürgermeisterin in ihren Reihen zu haben - bisher stellten sie keinen deklarierten Ortschef -, sind intakt.