OÖ-Wahl - Die Heimatgemeinden der Spitzenkandidaten

Linz (APA) - Im Wohnort von LH Josef Pühringer (ÖVP) gibt es ein rot-blaues Bürgermeister-Duell, die Heimatgemeinde von SPÖ-Spitzenkandidat ...

Linz (APA) - Im Wohnort von LH Josef Pühringer (ÖVP) gibt es ein rot-blaues Bürgermeister-Duell, die Heimatgemeinde von SPÖ-Spitzenkandidat Reinhold Entholzer wählte blau. FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner hatte hingegen Grund zu großer Freude. Hier die Ergebnisse im Detail:

In Traun, dem Wohnort von LH Josef Pühringer, lag die ÖVP bei der Landtagswahl etwas unter dem Landesschnitt (34,18 Prozent, minus 8,12), die SPÖ darüber (24,26 Prozent, minus 7,28). Das FPÖ-Ergebnis (30,64 Prozent, plus 13,74) lag nahe am Landesergebnis. Auf Kommunalebene blieb die SPÖ stärkste Kraft und die ÖVP verlor, obwohl sich ihre Verlust in Grenzen hielten, den zweiten Platz an die FPÖ. Um den Bürgermeistersessel gibt es eine Stichwahl zwischen SPÖ (Rudolf Scharinger, 43,81 Prozent) und dem FPÖ-Landtagsabgeordneten Herwig Mahr (27,66 Prozent). Pühringer selbst stand bei den Gemeinderatswahl nicht auf der Trauner ÖVP-Liste.

SPÖ-Chef Reinhold Entholzers Heimatgemeinde Steegen wurde bei der Landtagswahl blau eingefärbt: Die SPÖ konnte zwar sogar um 3,25 Prozentpunkten auf 18,86 Prozent zulegen, rutschte aber vom zweiten auf den dritten Platz. Die ÖVP rasselte um 23,57 Prozentpunkte auf 33,43 Prozent hinunter. Die FPÖ legte um satte 21,17 Prozentpunkte auf 34,57 Prozent zu. Bei der Gemeinderatswahl büßte die SPÖ (minus 4,98 Prozentpunkte auf 17,60 Prozent) den zweiten Platz ein, den holte sich die FPÖ. Dennoch dürfte Entholzer wie bisher in Steegen Ersatzgemeinderat bleiben.

In der Heimatgemeinde von FPÖ-Spitzenkandidat Manfred Haimbuchner, in Steinhaus bei Wels, waren die Blauen erwartungsgemäß stärkste Kraft. Ihre Zugewinne waren im Landesvergleich aber eher bescheiden, wohl weil sie bereits von hohem Niveau gestartet waren: Bei der Landtagswahl erzielten sie 46,56 Prozent (plus 7,27), während SPÖ und ÖVP Verluste im einstelligen Bereich einfuhren.

Bei der Gemeinderatswahl schaffte die FPÖ in Steinhaus mit 51,18 Prozent (plus 4,18) diesmal sogar eine absolute Mehrheit. Haimbuchner selbst wird damit weiterhin im Gemeinderat sitzen. Der freiheitliche Bürgermeister Harald Piritsch, der rechtskräftig zu viereinhalb Monaten bedingt verurteilt wurde, weil er einen illegalen Bau nicht bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt hat, konnte seinen Sessel trotz eines geringen Minus von 0,53 Prozentpunkten im ersten Wahlgang verteidigen (56,12 Prozent).

In Steyregg, wo Grünen-Spitzenkandidat Rudi Anschober wohnt, schafften die Grünen bei der Landtagswahl nur ein mageres Plus von 0,67 Prozentpunkten und kamen auf 12,77 Prozent. Auch hier legten die Blauen klar zu (plus 12,82 Prozentpunkte auf 27,08 Prozent). ÖVP (minus 7,96 Prozentpunkte auf 32,20 Prozent) und SPÖ (minus 6,85 Prozentpunkte auf 23,02 Prozent) mussten Verluste hinnehmen.

Bei den Kommunalwahlen setze sich wie bisher die „Steyregger Bürgerinitiative für Umwelt-und Lebensqualität“ (SBU) durch, die lange von dem VGÖ-Urgestein Josef Buchner angeführt worden war. Sein Nachfolger Johann Würzburger wurde im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt, die SBU hat mit 32,15 Prozent auch die relative Mehrheit im Gemeinderat. Zweitstärkste Kraft ist die SPÖ mit 27,79 Prozent. Eine Grüne Ortsgruppe gibt es in der Gemeinde nicht.