Hollande kündigt vier Milliarden Euro mehr für Entwicklungshilfe an

New York (APA/AFP) - Frankreichs Präsident Francois Hollande hat vor den Vereinten Nationen eine Erhöhung der Entwicklungshilfen seines Land...

New York (APA/AFP) - Frankreichs Präsident Francois Hollande hat vor den Vereinten Nationen eine Erhöhung der Entwicklungshilfen seines Landes um vier Milliarden Euro angekündigt. Durch diese Erhöhung solle Frankreichs Entwicklungshilfe ab 2020 auf zwölf Milliarden Euro steigen, sagte Hollande am Sonntag in einer Rede zum Abschluss des UN-Nachhaltigkeitsgipfels in New York.

Wie die Gelder zwischen der Bekämpfung von Armut und dem Kampf gegen den Klimawandel aufgeteilt werden sollen, teilte Hollande nicht mit. Frankreichs jährliches Entwicklungshilfebudget von etwa acht Milliarden Euro beläuft sich auf 0,36 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Damit ist das Land weit von dem von vielen Industriestaaten beschworenen Ziel entfernt, 0,7 Prozent des BIP als Entwicklungshilfe bereitzustellen.

Aktuell erreichen dieses Ziel aber lediglich vier EU-Staaten (Schweden, Luxemburg, Dänemark und seit neuestem auch Großbritannien) sowie das Nicht-EU-Mitglied Norwegen. Der EU-Durchschnitt lag 2014 bei 0,41 Prozent, Österreich bei 0,26 Prozent des BIP.

Die Mitgliedsstaaten der UNO haben sich in New York das Ziel gesetzt, bis 2030 Hunger und Armut auf der Erde beseitigen zu wollen. Auch das Ziel von 0,7 Prozent des BIP als Entwicklungshilfe wurde erneut formuliert.

In Paris findet im Dezember der UN-Klimagipfel statt. „Wir bedauern, wie wir mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten umgegangen sind. Jetzt müssen wir gegen die Folgen kämpfen“, so Hollande. Trotz enormer Fortschritte gebe es noch so viel Leid auf der Erde: „Eine Milliarde Menschen muss mit nicht mehr als 1,25 Dollar am Tag auskommen. Jeder neunte hungert. 250 Millionen Kinder können nicht schreiben und lesen. Und Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht.“ Deshalb müsse die Weltgemeinschaft jetzt handeln.