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Moskau: Syrien-Gespräche für Oktober geplant

Moskau (APA/AFP) - Vor dem Beginn der UN-Generaldebatte in New York hat Russland am Montag ein Treffen einer Syrien-“Kontaktgruppe“ unter Ei...

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Moskau (APA/AFP) - Vor dem Beginn der UN-Generaldebatte in New York hat Russland am Montag ein Treffen einer Syrien-“Kontaktgruppe“ unter Einschluss Washingtons und Moskaus angekündigt. Er gehe davon aus, dass nach der Bildung von vier Arbeitsgruppen im schweizerischen Genf die „Kontaktgruppe der einflussreichsten ausländischen Mächte“ im Oktober zusammenkommen solle.

Das sagte Vizeaußenminister Michail Bogdanow nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti. Demnach sollen der Gruppe neben den USA und Russland auch Ägypten, der Iran, Saudi-Arabien und die Türkei angehören.

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Sie solle „so bald wie möglich“ zusammentreten, sagte Bogdanow weiter. Auf welcher politischen Ebene verhandelt werden solle, werde noch geklärt. An den Gesprächen soll auch der UN-Syriengesandte de Mistura teilnehmen. Dieser hatte vergangene Woche in Genf vorbereitende Gespräche geführt, um die Friedensverhandlungen wiederzubeleben. So traf er die Leiter von vier UN-Arbeitsgruppen zu Syrien.

Als Syrien-Kontaktgruppe war bisher eine Runde aus Vertretern der USA, Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, der Türkei, Ägyptens, Jordaniens, Katars, Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate bezeichnet worden.

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Unter dem Eindruck des Bürgerkriegs in Syrien und der Flüchtlingskrise beginnt am Nachmittag in New York die 70. UN-Generaldebatte. Auf der Rednerliste stehen unter anderem US-Präsident Barack Obama und Russlands Staatschef Wladimir Putin, der erstmals seit zehn Jahren vor der UN-Vollversammlung das Wort ergreifen wird. Dort will er einen Plan zum Kampf gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vorstellen, für den Russland eine neue Koalition schmieden will.

Am Rande kommen Obama und Putin zu ihrem ersten offiziellen Gespräch seit Juni 2013 zusammen, das sich vor allem um den Syrien-Konflikt drehen dürfte.

In dem seit mehr als vier Jahren andauernden Bürgerkrieg in Syrien wurden bisher mehr als 240.000 Menschen getötet. Etwa vier Millionen Menschen wurden zur Flucht ins Ausland getrieben, weitere 7,6 Millionen sind im Inland auf der Flucht. Im vergangenen Jahr eroberte zudem der IS weite Teile des Landes und den benachbarten Iraks. Während der Westen auf eine Ablösung von Syriens Staatschef Bashar al-Assad dringt, gehört Russland zu dessen wichtigsten Verbündeten.


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