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Deutsche Bundeswehr soll länger als 2017 in Afghanistan bleiben

Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Bundesregierung will den Bundeswehreinsatz in Afghanistan nach einem „Spiegel“-Bericht über 2017 hinaus verl...

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Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Bundesregierung will den Bundeswehreinsatz in Afghanistan nach einem „Spiegel“-Bericht über 2017 hinaus verlängern, wenn auch die US-Streitkräfte so lange im Land bleiben. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe bereits mit US-Präsident Barack Obama über das Thema gesprochen, berichtete das Nachrichtenmagazin am Donnerstag im Voraus.

Bisher ist der Ausbildungseinsatz von NATO und Bundeswehr bis Ende 2016 angelegt. Derzeit sind noch etwa 830 deutsche Soldaten in Afghanistan. Ihren Kampfeinsatz dort beendete die NATO offiziell Ende 2014.

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Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat bereits mehrfach vor einem überstürzten Abzug gewarnt. In Regierungskreisen wurde darauf verwiesen, dass Deutschland als Teil der NATO nicht alleine über den Afghanistan-Einsatz entscheide. Die USA stellen das mit Abstand größte Kontingent der NATO-Truppe am Hindukusch. Nächste Woche treffen sich die Verteidigungsminister des Bündnisses in Brüssel.

Dabei wird es voraussichtlich auch um die vorübergehende Einnahme des nordafghanischen Kunduz durch die radikalislamischen Taliban gehen. Es müsse überlegt werden, ob die nächste Stufe zum weiteren Truppenabbau vollzogen werden kann, hieß es in den Regierungskreisen. Die Bundesregierung gehe offen in diese Diskussion.


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