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Die Oberklasse lässt grüßen

Der neue Audi A4 setzt sich optisch vom Vorgänger nur dezent ab. Dafür zündet er ein Feuerwerk an Technik-Innovationen und Komfort-Features, mit denen er an das Oberklasse-Türchen klopft.

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Von Walter Schrott

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Venedig – Mit dem Audi 80 hat der Ingolstädter Autohersteller 1972 sein Mittelklasse-Debüt gefeiert. Danach folgten mehrere Generationen des Audi 90, bis 1994 mit dem ersten A4 auch die Nomenklatur neu geregelt wurde. Seither sind rund 12 Millionen Mittelklasse-Modelle der traditionsreichen Marke von den Bändern gelaufen. Jetzt rollt der A4 in seiner 5. Generation auf die Straße. Und der ist – obwohl ein komplett neues Auto – zunächst einmal keine Überraschung, was das Design anlangt. Dynamisch und makellos in Linienführung und Proportionen und schärfer gezeichnet präsentiert sich der Viertürer zwar, optisch ist er aber viel zu nah am Vorgänger, um den Betrachter in ehrfürchtiges Staunen zu versetzen. Da hat eindeutig die Evolution Regie geführt. Die Revolution spielt sich unter dem Blechkleid ab. Die Ingolstädter bieten so gut wie alles auf, was gut, schön, nützlich, sicher und mitunter auch teuer ist.

Der neue A4 ist um rund drei Zentimeter auf 4,73 Meter Länge gewachsen. Damit reist man bei 2,5 Millimetern mehr Beinfreiheit und plus 24 Millimetern Kopffreiheit jetzt auch hinten wie in der Businessclass. Profitiert hat zudem das Kofferraumvolumen, das jetzt bei stattlichen 480 Litern liegt. Gleichzeitig hat der Viertürer um bis zu 110 Kilo abgespeckt, liefert mit seinen modifizierten bzw. neu entwickelten Triebwerken um bis zu 25 Prozent mehr Power und verbraucht bis zu 21 Prozent weniger Sprit. Da haben die Entwickler und Techniker schon echt gezaubert, um dem hauseigenen Slogan „Vorsprung durch Technik“ Nachdruck zu verschaffen.

Wer seine mögliche Enttäuschung über das nur dezent weiterentwickelte Design ablegen möchte, sollte hinter dem Lenkrad Platz nehmen und losfahren. Was Audi in seinem Mittelklassler an Material- und Verarbeitungsqualität offeriert, hat eindeutig Oberklasse-Niveau. Optik und Haptik begeistern ebenso wie die hochwertigen Sitzmöbel. Und nach dem Debüt im Audi TT übernimmt auch der A4 auf Wunsch das virtuelle Cockpit, das fahrzeugspezifische Daten und Navigationsinfos in verschieden programmierbaren Darstellungen optimal ins Blickfeld zaubert. Audi liefert im neuen A4 natürlich auch alle Spielarten moderner Konnektivität. Neben dem zentralen Info-Display gibt es sogar onlinefähige Tablets für die Fondpassagiere, die hinter den Kopfstützen montiert werden können. Die Smartphones können in einer eigenen Ablage induktiv, also ohne Ladekabel, geladen werden.

Auf der ersten Ausfahrt zeigt der A4 dann eindrucksvoll, was in ihm steckt. Der rekordverdächtige Luftwiderstandsbeiwert von 0,23 zeigt dem Wind die kalte Schulter und die aufwändige Dämmung besorgt den Rest. Abroll- und Motorengeräusche dringen kaum ins Innere, der Akustik-Komfort erreicht neue Dimensionen. Dabei legt der Ingolstädter dank neu entwickelten Fünflenker-Achsen vorne und hinten auch an Fahrdynamik und Fahrkomfort noch einmal deutlich zu. Zur Wahl stehen neben dem Standardfahrwerk auch ein Sportfahrwerk und zwei adaptive Fahrwerke. Dazu bietet Audi jetzt 30 (!) Fahrer-Assistenzsysteme. Ganz neu ist der Stauassistent, der den A4 in der Kolonne automatisch abbremst und beschleunigt und auch noch Abstand und Spur hält. Und insgesamt wird klar: Audi bringt den besten A4 seit seinem Debüt.

Das Motorenprogramm umfasst zum Marktstart im November drei Benziner (150, 190 und 252 PS) und drei Turbodiesel (150, 190 und 272 PS). Je nach Modellversion sind diese Triebwerke mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe, der 7-Gang S-tronic oder der 8-Gang tiptronic kombiniert. Der bewährte Quattro-Allradantrieb ist für den 2.0-TFSI-Benziner mit 252 PS und für den 272 PS starken 3.0-TDI-Sechszylinder verfügbar.

Preislich geht es bei 34.380 Euro (1.4 TFSI/150 PS) los. Das obere Ende der Otto-Riege markiert der 252 PS starke 2.0 TFSI samt Quattro-Allradantrieb mit 47.660 Euro. Die Dieselmodelle liegen zwischen 35.900 Euro (2.0 TDI/150 PS) und 53.200 Euro (3.0 TDI/272 PS, Quattro). Zeitgleich mit der Limousine geht auch die Kombiversion Avant an den Start. Da liegen die Preise zwischen 41.740 und 55.310 Euro. Luft nach oben gibt es bei allen Modellen dank attraktiver Ausstattungspakete und vieler Einzel-Optionen wie immer reichlich. Der Dieselanteil dürfte in Österreich bei 90 % liegen, beim Karosseriemix rechnet Porsche Austria mit 80 % Avant und 20 % Limousine. Die Hälfte aller A4 wird mit Quattro-Allradantrieb geordert werden.


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