Tiroler renovierten in Ukraine Friedhof

Lypnyk – Über 1300 gefallene Soldaten aus Österreich, Deutschland und Russland wurden während des Ersten Weltkriegs auf dem ukrainischen Mil...

© Murrer

Lypnyk –Über 1300 gefallene Soldaten aus Österreich, Deutschland und Russland wurden während des Ersten Weltkriegs auf dem ukrainischen Militärfriedhof Lypnyk begraben. Das Schwarze Kreuz Tirol, verantwortlich für die Kriegsgräberfürsorge, hat am Sonntag diese Gedenkstätte wiedereröffnet.

Der Soldatenfriedhof Lypnik wurde 1917 von der Inspektion für militärische Bestattung des Militärkommandos Przmysl für die österreichisch-ungarische Armee errichtet. 312 Einzel- und 65 Massengräber wurden unter der polnischen Administration in den 1930er-Jahren auf dem Friedhof umgebettet und über 1300 Grabstätten errichtet. „Im Laufe der Jahre ist die Gedenkstätte in Vergessenheit geraten“, erzählt Hermann Hotter vom Schwarzen Kreuz Tirol. „Da auch einige Tiroler unter den Opfern sind, haben wir uns entschlossen, den Friedhof wieder aufzubauen. Wir kümmern uns auch fern der Heimat um die Gefallenen.“

Mit Hilfe des Archives der Universität Lemberg konnte man nach eineinhalbjähriger Bauzeit den Friedhof wiedereröffnen. Die ukrainische Bevölkerung unterstütze den Wiederaufbau tatkräftig, erzählt Hotter. Die Behörden vor Ort schätzen die Zusammenarbeit mit den Tirolern auch im humanitären Bereich und wollen den Friedhof nun zu einer offiziellen Gedenkstätte machen. (TT)


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