Kammer will Flüchtlinge als Lehrlinge

Kufstein – Als eine „Chance“ bezeichnen Wirtschaftskammerobmann Martin Hirner, Georg Kaltschmid, Mitglied des Bezirksstellenausschusses, und...

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Kufstein –Als eine „Chance“ bezeichnen Wirtschaftskammerobmann Martin Hirner, Georg Kaltschmid, Mitglied des Bezirksstellenausschusses, und Bezirksstellenleiter Peter Wachter den Flüchtlingsstrom. Für die drei sollte versucht werden, die Asylwerber rasch in die Arbeitswelt zu integrieren. Besonders für jene unter 25 Jahren könnte dabei eine Lehre interessant und gesetzlich auch möglich sein. „In Kufstein gibt es derzeit 530 Flüchtlinge, 190 davon im Notquartier in Kufstein, die nicht unbedingt im Bezirk bleiben.“ Die Zahl der unter 25-Jährigen schätzt man somit in der Kammer auf rund 170. Diese dürften auch ohne bereits gültigen Aufenthaltstitel eine Lehre antreten. Dabei will die Bezirkswirtschaftskammer helfen. Derzeit sind rund 100 Lehrstellen im Bezirk offen und besonders im Tourismus sind Auszubildende schwer zu bekommen. „Wir werden natürlich versuchen, gerade in diesem Bereich die Flüchtlinge zu motivieren“, sagt Wachter. Grundvoraussetzung sei, dass die Asylwerber die deutsche Sprache erlernen. Das gilt natürlich auch für die Älteren. Bei diesen will die Bezirkskammer die Befähigungen für Facharbeiterstellen überprüfen lassen.

Wobei das Wirtschaftler-Trio auch Kritik an der auch in diesem Bereich überbordenden Bürokratie übt. „Man sollte die Leute arbeiten lassen, wenn sie wollen. Und ihnen nicht angewöhnen, dass sie sich auf der sozialen Hängematte ausruhen können“, sagt Hirner.

Zudem wird eine Spendenaktion organisiert. Am 26. Oktober bis 31. Oktober und 2. November bis 6. November, jeweils von 9 bis 11 Uhr und 15 bis 17 Uhr können beim Hotel Walchseerhof in Walchsee Winterbekleidung (gereinigt), Rodeln, Fahrräder, Hygieneartikel, Spielsachen und funktionierende Handys abgegeben werden. (wo)

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