Aktivisten: IS erschoss drei in Syrien verschleppte Christen

Damaskus (APA/dpa) - Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat nach Angaben von Aktivsten drei vor Monaten im Nordosten Syriens verschlep...

Damaskus (APA/dpa) - Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat nach Angaben von Aktivsten drei vor Monaten im Nordosten Syriens verschleppte Christen getötet. Die Männer seien bereits vor rund zwei Wochen erschossen worden, erklärte das Assyrische Netzwerk für Menschenrechte am Donnerstag.

Demnach gehörten die Opfer zu einer Gruppe von mehr als 200 assyrischen Christen, die von den Extremisten im Frühjahr nahe der Stadt Hasaka entführt worden waren.

Die Aktivsten beriefen sich bei ihren Angaben auf ein Video, das der libanesische TV-Kanal OTV ausgestrahlt hat. Es zeigt drei ganz in Orange gekleidete Männer, die auf der Erde knien. Sie werden von drei maskierten Männern offenbar von hinten erschossen. Die Authentizität des Videos ließ sich zunächst nicht überprüfen.

Anschließend sind in dem Film drei weitere Geiseln zu sehen. Eine von ihnen erklärt, ihnen drohe der Tod, sollten nicht die „erforderlichen Maßnahmen“ für ihre Freilassung getroffen werden. Nach Darstellung von Aktivisten verlangt der IS für die Geiseln Lösegeld. Einige der im Frühjahr verschleppten Christen waren kurz nach ihrer Entführung wieder freigelassen worden.


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