Schlechte Noten: Tochter mit heißer Gabel verletzt

Innsbruck – Ein fast schon unglaublicher Vorfall von Misshandlung ereignete sich im Mai mitten in Innsbruck. War doch eine erst 12-Jährige, ...

Symbolbild.
© Böhm

Innsbruck –Ein fast schon unglaublicher Vorfall von Misshandlung ereignete sich im Mai mitten in Innsbruck. War doch eine erst 12-Jährige, die vor drei Jahren mit ihren Eltern aus dem Iran nach Österreich gekommen war, von ihrer Mutter mit einer Gabel am Körper verbrannt worden.

Dazu legte die 37-Jährige das Besteck erst auf den Herd. Als die Gabel heiß war, ging die Asylwerberin einmal gegen das Dekolleté und in zwei weiteren Angriffen jeweils gegen den linken Unterschenkel des Mädchens vor.

Grund für die unmenschliche Behandlung: Das Mädchen hatte schlechte Noten aus dem Deutschunterricht mit nach Hause gebracht. Aufgefallen waren die Folgen der Taten übrigens einer hellwachen, jungen Lehrerin, die die Verletzungen der Schülerin zur Anzeige brachte. Ergebnis der ärztlichen Untersuchung: Brandwunden zweiten Grades, verbunden mit anhaltend starken Schmerzen. Gestern am Landesgericht fragte sogar der erfahrene Strafrichter Günther Böhler, wie es denn so etwas geben könne. Die Angeklagte gestand darauf die Tat als frühere Erziehungsmethode ein.

Ebenso der Vater: „Im Iran sind solche Züchtigungsmethoden normal. Aber jetzt wissen wir, dass dies hier nicht erlaubt ist. Wir versuchen es nun mit Gesprächen!“ Auch beteuerte der Mann, dass seine Frau in 20-jähriger Ehe so etwas „eigentlich sonst nie gemacht“ hätte. Richter Böhler verhängte darauf wegen Quälens Unmündiger ein Jahr bedingte Haft als Damoklesschwert. (fell)

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