Burkina Faso gedachte Todesopfer von Putsch

Ouagadougou (APA/AFP) - Im westafrikanischen Burkina Faso haben am Freitag mehrere tausend Menschen der Todesopfer des Putschs Mitte Septemb...

Ouagadougou (APA/AFP) - Im westafrikanischen Burkina Faso haben am Freitag mehrere tausend Menschen der Todesopfer des Putschs Mitte September gedacht. Bis zu 3.000 Menschen fanden sich im Zentrum der Hauptstadt Ouagadougou zu einer Kundgebung und einer Trauerfeier für zehn der 14 Todesopfer zusammen, wie ein AFP-Reporter berichtete.

Auf dem Platz der Nation, der seit der Entmachtung von Präsident Blaise Compaore vor einem Jahr Platz der Revolution heißt, waren zehn Särge aufgestellt, die mit der Flagge des Landes geschmückt waren.

Der Putsch Mitte September hatte das Land mehrere Tage lang ins Chaos gestürzt, scheiterte aber letztlich. Die Präsidialgarde hatte damals eine Sitzung im Präsidentenpalast gestürmt und die Staatsspitze festgesetzt. Putschistenführer Gilbert Diendere übernahm die Macht. Das Militär marschierte schließlich in die Hauptstadt ein und nahm Verhandlungen mit den Putschisten auf. Beide Seiten einigten sich auf einen Plan zur Beendigung der Staatskrise und die Wiedereinsetzung der entmachteten Führung.

Im Zuge der Unruhen wurden nach offiziellen Angaben 14 Menschen getötet und 251 weitere verletzt. Drei Opfer wurden bereits beigesetzt, ein weiterer getöteter Soldat sollte nach Angaben der Armee im Rahmen einer Militärzeremonie zu einem späteren Zeitpunkt beerdigt werden.

Ein Sprecher der Angehörigen der Getöteten forderte unter dem Beifall der Kundgebungsteilnehmer „Gerechtigkeit“ für die Opfer. Der kurzzeitig von den Putschisten festgesetzte Regierungschef Isaac Zida sagte dazu, die Regierung arbeite bereits daran, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.


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