Rosberg holt Pole-Position in Sotschi, schwerer Unfall von Sainz

Nico Rosberg geht am Sonntag vor seinem Mercedes-Stallrivalen Lewis Hamilton ins Rennen. Überschattet wurde die Qualifikation von einem Unfall von Carlos Sainz, den dieser gut überstanden zu haben scheint.

Sainz hat mit seinem Boliden fast die komplette Plastik-Schaumstoff-Barrikade durchbrochen.
© REUTERS/Maxim Shemetov

Sotschi – Nico Rosberg hat die Pole Position für den Grand Prix von Russland am Sonntag (Start: 13.00 Uhr/live ORF eins, RTL, Sky) in Sotschi erobert. Im Qualifying am Samstag blieb der Deutsche vor seinem Mercedes-Stallrivalen und WM-Leader Lewis Hamilton. Für Rosberg war es heuer die dritte Pole Position, die 18. insgesamt. Überschattet wurde die Qualifikation von einem Unfall von Carlos Sainz Jr.

Hinter Hamilton, der in der WM-Gesamtwertung 48 Punkte vor Rosberg liegt, kam Williams-Pilot Valtteri Bottas auf Platz drei. Sebastian Vettel landete im Ferrari auf Position vier. Im 15. Rennen der Saison wird damit zum 14. Mal ein Mercedes-Fahrer in der Startaufstellung ganz vorne stehen. Bei einem Doppelerfolg wäre den Silberpfeilen der zweite Konstrukteurstitel in Serie nicht mehr zu nehmen.

Das Qualifying stand noch unter dem Eindruck des Unfalls von Sainz in der letzten Trainingssession am Samstagvormittag. Der Toro-Rosso-Pilot war in einen Kunststoff-Aufprallschutz neben der Strecke gekracht, dürfte aber unverletzt geblieben sein.

Sainz: „Alley okay“

Nach einer ersten Untersuchung im Streckenhospital wurde Sainz per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Damit erscheint fraglich, ob er am Grand Prix am Sonntag teilnehmen kann. Sainz selbst will am Sonntag am Start stehen. „Alles okay. Nichts, um sich Sorgen zu machen. Denke schon darüber nach, wie ich die Ärzte davon überzeuge, mich morgen das Rennen fahren zu lassen“, twitterte der Spanier aus dem Krankenhaus. „Die Untersuchungen ergaben, dass der Fahrer keine Verletzungen hat“, bestätigte Toro Rosso in einer Aussendung, dass der Pilot glimpflich davonkam.

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„Dennoch wird er als Vorsichtsmaßnahme die Nacht im Krankenhaus verbringen, was unter diesen Umständen die normale Vorgehensweise ist“, hieß es vonseiten des Rennstalls weiter. Teamchef Franz Tost erklärte, er tendiere dazu, Sainz nicht starten zu lassen, auch wenn er fit sei. „Wir müssen mit den jungen Fahrern vorsichtig sein.“

Erinnerungen an Bianchi-Unfall

Die Bilder weckten in der Formel 1 schreckliche Erinnerungen an den fatalen Unfall von Jules Bianchi vor einem Jahr in Japan. Damals war der Franzose von der regennassen Strecke in Suzuka abgekommen und in einen Bergungskran gerast. Nach Monaten im Koma starb Bianchi am 17. Juli an den Folgen des Unfalls.

Daher war die Erleichterung im Fahrerlager groß, als endlich erste Entwarnung für Sainz kam. Fahrer und Teams twitterten umgehend Grußbotschaften und gute Wünsche an den talentierten Piloten. Sein Team wollte sich sofort an die Ursachenforschung machen, um weitere Probleme am Grand-Prix-Wochenende auszuschließen. „Wir brauchen die Daten. Es sieht so aus, als wenn das Auto beim Bremsen außer Kontrolle geriet“, sagte Teamchef Tost. „Wir müssen herausfinden, was und warum es passiert ist.“ (APA/dpa/TT.com)


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