Mit dem Brett vor dem Gesicht

Innsbruck — Der kroatische Maler Matko Vekic ist der Innsbrucker Galeristin Birgit Fraisl bereits 2009 bei dessen Auftritt im Pavillon seine...

Im artdepot: "the seeker" (2011) von Matko Vekic (Ausschnitt).
© artdepot

Innsbruck — Der kroatische Maler Matko Vekic ist der Innsbrucker Galeristin Birgit Fraisl bereits 2009 bei dessen Auftritt im Pavillon seiner Heimat bei der venezianischen Biennale aufgefallen. Um dem 45-Jährigen nun in ihrem artdepot eine umfassende Personale zu widmen. Die den Betrachter mit meist großformatigen, politisch aufgeladenen Bildern konfrontiert, in der fast immer eine private Ebene mit einer öffentlichen reizvoll verschnitten ist.

Etwa das Bild einer Frau, die in das Suchen von was auch immer auf dem gemusterten Boden versunken ist, während durch die Fenster im Hintergrund Bomber zu sehen sind, die gerade ihre todbringende Last abladen. Manchmal sind diese erschreckend realistischen Bilder auch durch harmlose filmische ersetzt, nun kombiniert allerdings mit symbolbesetzten Zitaten der Wirklichkeit, wie es etwa die New Yorker Freiheitsstatue ist.

In elementarer expressiver Wucht, effektvoll spachtelnd und pinselnd mit einer spröden Farbigkeit spielend, hat Matko Vekic eine Serie von Porträts gemalt. Alles Individuelle ist hier ausgespart, die Gesichter sind mit Masken, Burkas, riesigen Brillen oder durch Bretter unkenntlich gemacht, was aber nicht so weit geht, dass man nicht glaubt, einzelne Menschen zu erkennen. (schlo)

Artdepot. Maximilianstraße 3, Innsbruck; bis 29. Oktober, Mo—Fr 11—18 Uhr, Do 11—20 Uhr, Sa 10—13 Uhr

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