Wien-Wahl - Juraczka: „Unbestritten schmerzliches Ergebnis“

Wien (APA) - „Es ist unbestritten, dass das Ergebnis schmerzlich ist“, mit diesen Worten hat Wiens ÖVP-Chef und Spitzenkandidat Manfred Jura...

Wien (APA) - „Es ist unbestritten, dass das Ergebnis schmerzlich ist“, mit diesen Worten hat Wiens ÖVP-Chef und Spitzenkandidat Manfred Juraczka am Sonntagabend das ernüchternde schwarze Resultat gemäß Hochrechnungen kommentiert. Demnach verlor die Volkspartei fast fünf Prozentpunkte und liegt nur mehr bei knapp über neun Prozent.

Sowohl FPÖ als auch SPÖ hätten das „herbeigeschriebene Duell“ genutzt, um Wählerstimmen zu maximieren, gab er vor allem der blau-roten Auseinandersetzung Schuld am Ausgang: „Die Inszenierung dieser Parteien hat gewirkt.“

„Wir hatten viel zu wenig Möglichkeit, uns mit den Zukunftsthemen der Stadt zu beschäftigen“, klagte er in der ORF-Spitzenkandidatenrunde. Die Flüchtlingskrise habe vieles überlagert. Das Ergebnis sei keines, dass er sich erhofft habe: „Ganz im Gegenteil.“

„Ich bin Spitzenkandidat, natürlich muss es auch an mir liegen“, gab sich der VP-Spitzenkandidat zerknirscht. Er wolle sich nicht „aus der Verantwortung stehlen“. Das gehöre sich nicht, befand der Wiener Chef-Schwarze - der jedoch kein Wort über mögliche personelle Konsequenzen verlor.

Im Interview mit Puls 4 antwortete er auf die Frage nach einem Rücktritt: „Ich bin sicher kein Sesselkleber.“ Er sei aber auch keiner, der davonrenne. Die Partei solle jetzt einmal das Wahlergebnis analysieren. Außerdem verwies er auf einen ÖVP-Parteitag im Frühjahr, bei dem Erneuerungsschritte gesetzt werden müssten.


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