Wien-Wahl: Wortkarge SPÖ-Spitze tagt im Rathaus
Wien (APA) - Nach dem relativ glimpflichen Wahlausgang für die Wiener SPÖ bei der Gemeinderatswahl am Sonntag, tagen seit Montagfrüh im Rath...
Wien (APA) - Nach dem relativ glimpflichen Wahlausgang für die Wiener SPÖ bei der Gemeinderatswahl am Sonntag, tagen seit Montagfrüh im Rathaus die roten Gremien. Dabei wird wohl nicht nur das erzielte Ergebnis - die Partei musste einen herben Verlust einstecken, konnte aber den ersten Platz halten - diskutiert, sondern vielleicht auch schon über mögliche Koalitionen gesprochen.
Gleich in der Früh kam das SPÖ-Präsidium zusammen. Dieses besteht u.a. aus Bürgermeister Michael Häupl, den Stadträten, Landesparteisekretär Georg Niedermühlbichler und dessen Vize Katharina Schinner. Im Vorfeld der Sitzung gaben sich die Teilnehmer sehr verschlossen, über die Anwesenheit der Presse war man nicht erfreut.
„Jetzt haben wir Sitzungen. Vorher sagen wir überhaupt nichts“, stellte Schinner klar. Was Koalitionspräferenzen betrifft - nämlich mit wem die SPÖ künftig zusammenarbeiten soll -, so hielten sich die Politiker ebenfalls mit ihren Meinungen zurück. Rein rechnerisch würde sich eine Zweier-Koalition mit den Grünen und wohl auch mit der ÖVP ausgehen.
„Ich stehe Koalitionen grundsätzlich emotionslos gegenüber. Es ist eine Frage der inhaltliche Übereinstimmung“, sagte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Und Rathaus-Klubchef Rudolf Schicker kündigte an: „Wir haben so viele Möglichkeiten, die schauen wir uns jetzt an.“
Finanzstadträtin Renate Brauner verwies auf die altbekannte SPÖ-Linie, nämlich dass die FPÖ für eine Zusammenarbeit nicht infrage kommt. „Man wird mit allen sprechen, außer mit der einen Partei, mit der es keine inhaltliche Übereinstimmung gibt“, unterstrich die Ressortchefin.
Im Anschluss an das Präsidium tagt der SPÖ-Vorstand. Zu Mittag kommt schließlich das größte der roten Gremien, der Wiener Ausschuss mit 175 Personen, zusammen.
Die SPÖ mit Bürgermeister Michael Häupl als Spitzenkandidat musste (nach vorläufigem Endergebnis ohne Briefwahlstimmen) bei der Gemeinderatswahl am gestrigen Sonntag ein großes Minus von 4,9 Prozentpunkten auf 39,4 Prozent einstecken. Nichtsdestotrotz konnte die Partei statt des prognostizierten Kopf-an-Kopf-Rennens mit der FPÖ Platz eins klar halten.
~ WEB http://www.spoe.at ~ APA104 2015-10-12/09:30
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