Autoreninitiative fordert eigenen Österreichischen Buchpreis

Der Österreichische Buchmarkt solle „auf das erprobte und bewährte Marketinginstrument der Buchpreise“ nicht verzichten, fordert der Österreichische Buchhandel.

(Symbolfoto)
© Keystone

Wien – Eine seit fast zwei Jahren bestehende Autoren-Initiative hat am Montag, dem Tag der Verleihung des Deutschen Buchpreises, ihre Forderung in einem Offenen Brief an den Hauptverband des Österreichischen Buchhandels sowie an die Kulturpolitik bekräftigt: Ein eigener, jährlich bei der „Buch Wien“ vergebener Österreichischer Buchpreis soll der heimischen Literaturproduktion mehr Aufmerksamkeit sichern.

„Die österreichischen Autorinnen und Autoren, die österreichischen Verlage, die österreichische Literaturproduktion und der österreichische Buchmarkt insgesamt haben längst mehr Aufmerksamkeit verdient, als ihnen die jetzigen Umstände ermöglichen“, heißt es in dem Schreiben, das auch den „eklatant falschen und verzerrenden Eindruck“ beklagt, „den die österreichischen Medien mit ihrer Berichterstattung über den Deutschen Buchpreis und die dafür nominierten Bücher noch verstärken“. Heuer hat es kein österreichischer Autor auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft.

Die von Autor und „kolik“-Herausgeber Gustav Ernst sowie dem IG Autorinnen Autoren-Geschäftsführer Gerhard Ruiss gestartete Initiative fordert, der österreichische Buchmarkt solle „auf das erprobte und bewährte Marketinginstrument der Buchpreise“ nicht verzichten. Dies wird u.a. von den Literaturhaus-Leitern Klaus Kastberger, Robert Huez und Tomas Friedmann, den Literaturkritikern Klaus Zeyringer, Daniela Strigl und Klaus Nüchtern sowie den Autoren Olga Flor, Franz Schuh, Bettina Balaka, Daniel Glattauer, Radek Knapp, Anna Weidenholzer, Paulus Hochgatterer, Peter Rosei und Dimitre Dinev unterstützt. (APA)

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