Flüchtlinge - Steirische Transitunterkünfte füllten sich wieder
Graz (APA) - In der Steiermark kamen am Wochenende wieder mehr Flüchtlinge an, bedingt durch die hohe Zahl an Grenzübertritten im Burgenland...
Graz (APA) - In der Steiermark kamen am Wochenende wieder mehr Flüchtlinge an, bedingt durch die hohe Zahl an Grenzübertritten im Burgenland. Dadurch wurde die Transitunterkunft in Feldkirchen bei Graz wieder personell hochgefahren, so das Rote Kreuz am Montag. Die Unterkunft in Graz-Webling ist so gut wie voll belegt. In Graz und in Mautern im Bezirk Leoben gehen private Unterkünfte für Asylwerber in Betrieb.
Die Transitunterkunft im ehemaligen Euroshoppingcenter in Graz-Webling war am Montagvormittag mit rund 1.500 Personen - 1.318 Transit-Flüchtlinge und 184 Asylwerber - belegt. Aufgrund des großen Zustroms wurde die Transitunterkunft in der früheren Bellaflora-Halle in Feldkirchen am Sonntag ab 19.00 Uhr personell besetzt und ging ab Mitternacht in Betrieb. Derzeit sind dort 289 Menschen auf der Flucht untergebracht.
In den Sammelstellen und Bad Radkersburg wurde in den vergangen Stunden kein Flüchtlingsaufkommen registriert - ebenso wenig wie an den Bahnhöfen Fürstenfeld und Graz keine andauernden Versorgungsmaßnahmen durchgeführt werden mussten.
Indes bilden sich immer mehr private und kirchliche Initiativen in der Steiermark, um einen Beitrag zur Unterbringung der großen Anzahl von Menschen zu leisten. Die bekannt karitativ eingestellte Grazer Messinstrumentefirma Anton Paar GmbH adaptierte ein derzeit ungenutztes Bürogebäude und stellt dieses 40 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen als Quartier zur Verfügung. 19 Jugendliche, die ohne Eltern oder Familienangehörige vor allem aus Syrien und Afghanistan geflüchtet sind, haben das Quartier in Graz-Straßgang bereits bezogen. Die Betreuung obliegt Alpha nova, Anton Paar verlangt keine Miete. Das dadurch ersparte Geld kann für „eine ordentliche Betreuung der Jugendlichen“ verwendet werden, hieß es in einer Mitteilung.
Im obersteirischen Mautern hat das Benediktinerstift Admont die eben erworbene ehemalige Haushaltungsschule der Schulschwestern als Flüchtlingsquartier eingerichtet, welches von der Caritas der Diözese Graz Seckau betrieben werden wird. Dies ermöglicht die Unterbringung von 45 bis 50 Asylwerbern. Geplant ist eine Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF), Familien und Einzelpersonen. Man setzt auf Unterstützung durch die Bevölkerung: Anfang Oktober gab es einen Infoabend für die Marktgemeinde Mautern. Das neue Flüchtlingshaus soll bis spätestens Ende Jänner 2016 in Betrieb genommen werden.
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