Zwei Tage lang die Arbeitswelt kennen lernen
680 Schüler im Bezirk Schwaz schnuppern dieser Tage in über 250 Betrieben. Sie haben die Qual der Wahl bei rund 60 Lehrberufen.
Schwaz –Die Berufsorientierung für die Jugendlichen hat im Bezirk Schwaz einen besonderen Stellenwert. Wirtschaftskammer, Betriebe, die Neuen Mittelschulen und die Polytechnischen Schulen des Bezirkes nehmen dieses Thema sehr ernst. Sie alle wissen, dass eine gute Vorbereitung und Ausprobieren für eine erfolgreiche berufliche Zukunft die beste Grundlage ist.
„Bereits mit 14 eine Entscheidung darüber zu treffen, ob jemand eine Lehre absolviert oder eine weiterführende Schule besucht, ist für niemanden einfach“, weiß Stefan Bletzacher von der Wirtschaftskammer Schwaz aus vielen Gesprächen mit Eltern und Jugendlichen.
Um auf diese Entscheidung besser vorbereitet zu sein, organisiert die Wirtschaftskammer Schwaz auch heuer im Oktober wieder die so genannten „Rookie-Schnuppertage“. Alle Schüler der 4. Klassen der Neuen Mittelschulen des Bezirkes, das sind immerhin 680, verbringen dabei zwei praktische Tage in einem von über 250 teilnehmenden Betrieben. 60 verschiedene Berufsmöglichkeiten stehen zur Auswahl. In dieser Größenordnung ist dieses Projekt einmalig in Tirol.
„Rechtzeitiges Informieren, Schnuppern in Betrieben, Gespräche in der Familie über mögliche Aus- und Weiterbildungen führen, Talent-Card-Tests im WIFI absolvieren etc. sind bewährte Instrumente in der Berufsorientierungsphase der Jugendlichen“, schildert WK-Schwaz-Obmann Franz Hörl und ergänzt: „Nur wer ausprobiert und sich orientiert, wird einen Beruf oder eine Ausbildung nach seinen tatsächlichen Neigungen finden.“ Die Rookie-Tage seien daher ein sehr guter Einstieg in die praktische Berufsorientierung. „Die Betriebe sind motiviert, Schüler und Eltern lernen durch die Rookie-Tage die Betriebe in ihrer Nähe kennen, erleben das erste Mal, wie es ist, wenn man sich bei einem Betrieb vorstellt, und machen gleichzeitig praktische Erfahrungen für ihre Berufsorientierung. „Dass dem ein oder anderen Schüler dabei nicht immer alles auf Anhieb gelingt, ist eine Erfahrung, die ein junger Mensch auch einmal gemacht haben sollte“, meint Hörl. Wichtiger sei, dass Schüler den Willen und die Bereitschaft mitbringen, in diesen beiden Tagen auch etwas zu lernen. (TT)
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