Flüchtlinge - Polizei schritt bei Pegida-Protest in Utrecht ein

Den Haag (APA/AFP) - Die Flüchtlingskrise sorgt in den Niederlanden zunehmend für Spannungen. Am Sonntag musste die Polizei in Utrecht bei e...

Den Haag (APA/AFP) - Die Flüchtlingskrise sorgt in den Niederlanden zunehmend für Spannungen. Am Sonntag musste die Polizei in Utrecht bei einer Demonstration hunderter Pegida-Anhänger einschreiten. Medienberichten zufolge wurden zehn Menschen festgenommen, nachdem eine Rauchbombe gezündet wurde und sich Pegida-Anhänger Zusammenstöße mit Gegendemonstranten geliefert hatten.

Erst am Freitag hatte eine Gruppe von jungen Männern Feuerwerkskörper und Eier auf eine von rund hundert erwachsenden Flüchtlingen und 50 Kindern bewohnte Sporthalle in Woerden unweit von Utrecht geworfen. Ministerpräsident Mark Rutte verurteilte den „feigen“ Angriff. Er sei „schockiert“, die Attacke sei „absolut inakzeptabel“, schrieb er am Wochenende auf Facebook.

Die Polizei setzte am Sonntag die Vernehmung von elf Verdächtigen zwischen 19 und 30 Jahren fort, die in Woerden festgenommen worden waren. Die Angreifer waren bei dem Überfall schwarz gekleidet und trugen Sturmhauben. Verletzt wurde niemand.

In der vergangenen Woche hatte eine wütende Menge im kleinen Dorf Oranje versucht, das Auto von Vizejustizminister Klaas Dijkhoff zu blockieren, nachdem dieser angekündigt hatte, der Ort müsse 1200 Flüchtlinge aufnehmen - mehr als doppelt so viele wie zuvor geplant. Eine Frau kam mit Verletzungen ins Krankenhaus, nachdem sie sich gegen das Auto des Politikers geworfen hatte. Viele niederländische Bürgermeister werfen der Regierung in Den Haag vor, sie mit der Unterbringung von Flüchtlingen zu überrumpeln.

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Die Regierung der Niederlande hat sich verpflichtet, im Zuge der beschlossenen Umverteilung von Flüchtlingen in der EU in den kommenden zwei Jahren mehr als 7.000 Menschen aufzunehmen. Umfragen deuten darauf hin, dass die Freiheitspartei (PVV) des Rechtspopulisten Geert Wilders angesichts der jüngsten Entwicklungen Zulauf erhält. Bei der Wahl 2012 erhielt sie 15 von 150 Parlamentssitzen, derzeit würden es wohl 35 sein.


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