Znojmo will es wissen, die Haie wollen sticheln
Beim Tabellenführer aus Znojmo kämpfen die Haie heute um Bonuspunkte. Der Schlüssel liegt in der Defensive und auch im Spiel ohne Puck.
Von Alex Gruber
Innsbruck –Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters. Und den 3:2-Sieg nach Verlängerung über Dornbirn hätten viele (Haie-)Fans bei einer Vielzahl von Großchancen auf beiden Seiten mit Sicherheit mit einem „Gefällt mir“ markiert. Innsbruck-Trainer Christer Olsson, als solcher für taktische Belange zuständig, sah die Sache trotz positivem Resultat etwas anders: „Wir haben ihnen viel zu viele Gelegenheiten gegeben.“ Deswegen konnte Goalie Andy Chiodo oft in Eins-gegen-eins-Situationen glänzen.
Womit man auch schon bei der heutigen Partie gegen Znojmo wäre. Die Haie brauchen wieder einen Chiodo in Überform. Mit einem ähnlich offenen Visier wie gegen Dornbirn werden sie aber mit hoher Wahrscheinlichkeit einfahren. „Wir brauchen nicht zu glänzen, sondern müssen kämpfen“, bringt’s Benedikt Schennach auf den Punkt. Technisch und eisläuferisch seien die Tschechen vielleicht schon in der letzten Saison das beste Team der Liga gewesen, im Play-off habe es allerdings nie gereicht. „Das soll sich heuer ändern. Deswegen haben sie auch vier neue Defensivspieler verpflichtet“, streut Olsson ein. Im Angriff führen Colton Yellow-Horn (15 Punkte), Tomas Roman (11) oder der bereits 41-jährige Liga-Dino Peter Pucher (11) Regie.
Die Haie können ebenfalls mit Edelroutiniers aufwarten: Jeff Ulmer (38) steuerte beim 3:2-Sieg über die Vorarlberger ja einen Doppelpack ein. „Er hat uns in dieser Saison mit wichtigen Toren schon geholfen“, führt Olsson lobend aus. Gemeinsam mit John Lammers hat Ulmer schon neunmal gepunktet. Nur Spielmacher Derek Hahn (37) hinkt trotz unübersehbarer Klasse in der Scorerliste (3 Pkt.) noch hinterher. „Er ist ein Wahnsinnsspieler und wird auch noch seine Punkte machen“, adelt Ulmer mit Hahn jenen Mann, den er bei den Haien unbedingt an seiner Seite haben wollte. Gemeinsame, erfolgreiche Tage in Deutschland sind schließlich unvergessen.
In der Gegenwart wird Olsson heute wieder auf alle Spieler setzen. Gegen Dornbirn brachte er Daniel Frischmann im Mitteldrittel als frischen Mann in Linie zwei, die Haie hatten auch in der Verlängerung den längeren Atem. „Wir haben in der Vorbereitung härter trainiert“, notiert der schwedische Headcoach. Um den Zusammenhalt in den eigenen Reihen musste man sich vor der gestrigen Abfahrt ohnehin keine Sorgen machen. Nick Ross, Doppeltorschütze beim 2:1-Sieg gegen Fehervar, gab die interne Auszeichnung des besten Haie-Cracks nach der Dornbirn-Partie an seinen jungen Verteidiger-Kollegen Dominique Saringer weiter. Die Chemie stimmt. Der Einsatz von Dave Liffiton (Prellung) ist fraglich.
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