Flüchtlinge - Mehr als 23.000 am Wochenende in Ungarn angekommen
Budapest (APA) - Auch am Wochenende war die Zahl der in Ungarn eintreffenden Flüchtlinge weiter hoch. Von Freitag bis Sonntag kamen insgesam...
Budapest (APA) - Auch am Wochenende war die Zahl der in Ungarn eintreffenden Flüchtlinge weiter hoch. Von Freitag bis Sonntag kamen insgesamt mehr als 23.000 Menschen in Ungarn an. Am Sonntag erreichten 7.879 Flüchtlinge das Nachbarland, wie die ungarische Polizei mitteilte.
Fast alle reisten weiterhin über Kroatien ein. Nur 19 kamen über die serbisch-ungarische Grenze, an der Ungarn einen Grenzzaun errichtet hat, ins Land, hieß es. Insgesamt wurden seit Jänner 357.719 Flüchtlinge in Ungarn gezählt, die meisten Ankommenden werden weiter an die österreichische Grenze transportiert.
Seit dem Inkrafttreten der verschärften ungarischen Einwanderungsgesetze am 15. September wurden laut Behörden insgesamt 676 Strafverfahren gegen Migranten wegen illegalem Grenzübertritt an der mit einem Drahtzaun gesicherten ungarisch-serbischen Grenze eingeleitet. Laut dem ungarischen Amt für Einwanderung und Staatsbürgerschaft (BAH) stammen die weitaus meisten Flüchtlinge aus Syrien. Mehr als 65.000 der Ankommenden waren Syrer, danach folgen Afghanen, Kosovaren, Pakistani und Iraker, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI am Montag unter Berufung auf die Einwanderungsbehörde. Insgesamt stammten die registrierten Flüchtlinge aus 74 Ländern.
Zwischen Juli und August hat sich die Zahl der Asylanträge um 50 Prozent erhöht. Stellten im Juli 31.287 Flüchtlinge einen Antrag auf Asyl, waren es im August 47.094. Die Antragsteller kämen aus acht europäischen, 38 afrikanischen, fünf amerikanischen, 22 asiatischen Ländern und einem zu Ozeanien gehörenden Staat. Nahezu 600 Personen seien als Menschen unbekannter Staatsbürgerschaft registriert worden. Nach Angaben der Einwanderungsbehörde träfen neuerdings immer mehr Flüchtlinge aus Kamerun auf der Balkanroute ein, wobei sich die Anzahl der Menschen aus Nigeria und Senegal im August verdoppelte. Weniger Migranten kamen dagegen aus der Republik Kongo, aus Äquatorialguinea und aus dem Sudan, die sich laut BAH neue Fluchtwege suchen.
Kommentare