Debütalbum „Roots“: A.G. Trio definiert sich als Ages neu - Popnews

Wien (APA) - A.G. Trio war einmal: Roland von der Aist, Andy Korg und Aka Tell versuchen sich an einer Neuausrichtung und legen unter dem Na...

Wien (APA) - A.G. Trio war einmal: Roland von der Aist, Andy Korg und Aka Tell versuchen sich an einer Neuausrichtung und legen unter dem Namen Ages nun ein erstes Album vor. „Roots“ erscheint am 13. November und nimmt zwar einige lose Fäden des Vorgängerprojekts auf, hat letztlich den elektronisch-atmosphärischen Sound aber verdichtet und komprimiert - mit reichlich Unterstützung am Mikrofon.

So hat man sich etwa Alex Konrad von Gin Ga, Catastrophe-&-Cure-Sänger Johannes Eder oder Susana Sawoff ins Studio geladen, um den Stücken einen finalen Schliff zu verpassen. Die Vocals erfüllen dabei beinahe die Funktion eines Reiseführers und begleiten den Hörer durch die Klanglandschaften. „Chances“ besticht durch weit gefächerte Synthie-Malereien, während „Your Words“ etwas mehr Richtung Tanzfläche schielt. Grundsätzlich ist „Roots“ aber wie geschaffen für den Kopfhörergenuss, ein Album mit vielen Details und Facetten. Live präsentiert die oberösterreichische Formation ihr neues Ich am 6. November im Conrad Sohm in Dornbirn sowie am 7. November im Wiener Flex.

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Im Herbst wird reiner Tisch gemacht: Wie schon beim Vorgänger, benötigt auch das neue Album von Majical Cloudz kein wirkliches Cover. Auf weißem Untergrund steht schlicht der Titel „Are You Alone?“. Und dieser Frage mit reichlich melancholischem Potenzial entspricht auch der Sound von Devon Welsh und Matthew Otto. Nachdenklicher Dreampop, der nur selten seine sphärischen Spuren verlässt. Der Opener „Disappeared“ ist beispielsweise eine Lehrstunde in Sachen Reduktion, benötigt dabei aber auch entsprechende Anlaufzeit, um den Hörer zu packen. Teils driften die Gesangslinien von Welsh in einen leicht kitschigen Bereich, dennoch sind auf diesem verträumten Ausflug einige zwingende Momente zu entdecken. Wie gemacht für regnerische Tage.

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Diese Stimme fährt durch Mark und Bein: Henning May klingt so, als ob er sich bereits durch jede Bar zwischen München und Hamburg getrunken hat, reichlich Zigarettengenuss inklusive. Den Songs seiner Band AnnenMayKantereit, komplettiert von Christopher Annen, Severin Kantereit und Malte Huck, verleiht er dadurch jedenfalls Wiedererkennungswert. Die deutsche Gruppe hat mit „Wird schon irgendwie gehen“ nun eine EP am Start, auf der man folkiges Singer-Songwritertum mit Indie-Klängen und einer Tom Waits entliehenen Ästhetik vermengt. Dass Songs wie „21, 22, 23“ funktionieren, hat man heuer bereits im Vorprogramm von Bilderbuch bei deren Open-Air-Gig in Wien bewiesen: knackig, mit bestechendem Groove und durchaus eigenständig. Die ungestüme Jugend darf mal wieder ran.

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Beinahe hypnotisch wirken die Songs von Bob Moses: Das kanadische Duo, das sich in der New Yorker Undergroundszene etabliert hat und dort im Dunstkreis von Künstlern wie Soul Clap oder Nicolas Jaar an ihrem Sound schraubte, legt mit dem Debütalbum „Days Gone By“ eine sehr ausgefeilte Platte vor. Tom Howie und Jimmy Vallance machen zwar elektronische Musik, sind aber ganz nah am Popgedanken dran, wie etwa die Single „Talk“ unterstreicht. Zwar wird hier mit repetitiven Grooves und der Struktur des Songs im szeneüblichen Rahmen vorgegangen, aber spätestens beim Refrain packen Bob Moses potenzielles Chartsfutter aus. Für Komplettisten gibt es auch die Compilation „All In All“, auf der Howie und Vallance alle bisherige Veröffentlichungen zusammengeführt haben.

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Massive Attack sind eine unumstößliche Konstante der britischen Alternative-Kultur. Ende der 1980er gegründet, hat die Band, die im Kern aus Robert Del Naja und Grant Marshall besteht, zwar nur eine Handvoll Alben veröffentlicht, aber mit ihrem Sound die Trip-Hop-Welle eingeläutet und bis heute etliche Nachfolger inspiriert. Das bis dato letzte Album „Heligoland“ hat zwar auch wieder fünf Jahre am Rücken, dennoch kommt man bald wieder in den Live-Genuss: Anfang 2016 gehen Massive Attack auf Tour und werden im Zuge dessen am 20. Februar auch im Wiener Gasometer zu erleben sein. Als Vorband darf man sich auf das schottische Trio Young Fathers freuen.

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Wer Dave Grohl und Pharrell Williams zu seinen Unterstützern zählen darf, hat wohl einiges richtig gemacht: Die US-amerikanische Band RDGLDGRN (ausgesprochen: Red Gold Green) hat mit den Musikgrößen bereits für das selbstbetitelte Debüt (2013) zusammengearbeitet. Nun erscheint „LP 2“ des Trios, das aus Sänger Pierre Desrosiers, Bassist Andrei Busuioceanu und Gitarrist Marcus Parham besteht. Neben dem bereits bekannten Hit „Doing The Most“, reihen sich auch Stücke wie „No Pixar“ in das bisherige Schaffen ein: Hip-Hop und Funk, Rock und R‘n‘B werden zu einer sehr eingängigen Mischung verbunden, die sich teils recht reduziert gefällt und in erster Linie tanzbar daherkommt. Neu wird das Rad hier nicht erfunden, aber für eine dezidiert in Richtung Pop schielende Produktion doch ein gewisser Mehrwert fabriziert.

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Zu drei Label-Nächten lädt Wohnzimmer Records ins Wiener Chelsea: Ab 12. November sind an drei aufeinanderfolgenden Donnerstagen jeweils zwei Bands zu erleben, während davor und danach DJs wie FM4-Moderator Stuart Freeman für musikalische Unterhaltung sorgen. Den Auftakt machen Destroyed But Not Defeated, die vor kurzem „Now For The Encore“ veröffentlicht haben, sowie A Life A Song A Cigarette. Das Quintett hat mit „Blindhearted“ kürzlich einen vielversprechenden Vorgeschmack auf das neue Album „All That Glitters Is Not Gold“ vorgelegt, das Ende Jänner 2016 erscheinen wird. In den Wochen darauf geben sich Kreisky und The Boys You Know sowie We Walk Walls und The Clashinistas die Ehre.