Europarat kritisiert Hetze gegen Roma und Migranten in Tschechien
Prag (APA/dpa) - Der Europarat hat sich besorgt über Hassreden gegen Migranten und Roma in Tschechien gezeigt. Die Behörden würden die Veran...
Prag (APA/dpa) - Der Europarat hat sich besorgt über Hassreden gegen Migranten und Roma in Tschechien gezeigt. Die Behörden würden die Verantwortlichen zu selten zur Rechenschaft ziehen, bemängelte der Ausschuss gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) in einem am Dienstag veröffentlichten Länderbericht.
„Muslime werden in letzter Zeit zu Opfern von zunehmender Islamophobie“, kritisierten die Experten zudem. Hinter den Hassreden stünden in der überwiegenden Zahl der Fälle rechtsextreme Gruppierungen.
Die Anti-Rassismus-Kommission kritisierte die anhaltende Diskriminierung der rund 250.000 in Tschechien lebenden Angehörigen der Roma-Minderheit. Viele Roma würden getrennt von ihren slawischen Altersgenossen in eigenen Klassen oder Schulen unterrichtet. Die Behörden hätten keine klaren Ziele gesetzt, wie die Schüler in den Regelunterricht integriert werden sollen.
Die Kommission sah aber auch Fortschritte, wie die Gründung von regionalen Integrationszentren für Ausländer. Zudem begrüßte sie die Vorbereitungen für ein neues Gesetz über den sozialen Wohnungsbau. Viele Roma müssten in überteuerten Unterkünften und Wohnheimen leben, weil Vermieter sie als Mieter ablehnten.
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