VW-Dieselskandal - Investmentfonds fordern mehr Transparenz
London/Wolfsburg (APA/AFP) - Angesichts des Abgasskandals bei Volkswagen fordern Investmentfonds mehr Transparenz von den Autobauern weltwei...
London/Wolfsburg (APA/AFP) - Angesichts des Abgasskandals bei Volkswagen fordern Investmentfonds mehr Transparenz von den Autobauern weltweit. In einem Brief, den die britische Nichtregierungsorganisation ShareAction am Dienstag veröffentlichte, verlangen sie von den Herstellern, ihre Lobbyaktivitäten bei der Festlegung der neuen Emissionswerte in Europa und den USA offenzulegen.
Zudem sollen die Autobauer öffentlich machen, wie viel Geld sie Branchenverbänden zahlen. Auch die Aktivitäten des Herstellerverbands ACEA sollten transparenter werden.
Der Brief wurde von 19 Anlegern unterzeichnet, darunter AXA Investment Managers und mehrere schwedische Pensionsfonds, die ein Vermögen von umgerechnet 840 Mrd. Euro verwalten. Das Schreiben wurde unter anderem persönlich an den Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn geschickt, der Präsident des Herstellerverbands ACEA ist.
Initiiert wurde die Forderung nach mehr Transparenz von ShareAction und der Nichtregierungsorganisation InfluenceMap. Letztere beobachtet die Lobbyarbeit von Unternehmen mit Blick auf Klimafragen.
Volkswagen arbeitet derzeit den größten Skandal in seiner Unternehmensgeschichte auf. VW hatte in den USA Abgaswerte von Dieselfahrzeugen durch eine Software manipuliert, die bei Tests zu einem niedrigeren Schadstoffausstoß als im Normalbetrieb führte. Die Software ist in insgesamt elf Millionen Fahrzeuge weltweit eingebaut, in Deutschland sind rund 2,8 Millionen Fahrzeuge betroffen.
~ ISIN DE0007664039 WEB http://www.volkswagenag.com ~ APA132 2015-10-13/10:12
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